Lokalführer Grundkurs Kochen Zum Frühstück gibt es – eins, zwei, drei – aus dem Rohr das Insta-Ei

Zum Frühstück gibt es – eins, zwei, drei – aus dem Rohr das Insta-Ei

GRUNDKURS KOCHEN / FRÜHSTÜCK | 29.3.2022
  

Foto: Archiv

Auf Instagram zuckt wieder einmal die Neigungsgruppe Orthorexie aus. Diesmal geht‘ s um das perfekte -weil angeblich ebenso leichte wie gesunde -Frühstück: Cloud Eggs nämlich. Und weil fluffige Wolkeneier ja wirklich nicht so übel klingen, haben wir in der Falter-Kombüse beschlossen, das Rezept auszutesten.

Erster Realitätsflash: Beim Nachlesen stellt sich heraus, dass Cloud Eggs im Grunde nichts anderes sind als aufgeschlagenes Eiweiß, das man im Rohr stocken lässt. Die Entzauberung schmerzt zwar ein wenig, aber wir schreiten dennoch neugierig zur Tat. Immerhin sind es oft die simpelsten Gerichte, denen der großartigste Geschmack innewohnt. Oder?!

Als Erstes werfen wir das Backrohr an. Es empfiehlt sich 180 Grad bei Ober- und Unterhitze.

Als Nächstes die gewünschte Anzahl an Eiern trennen. Für Insta-Foto-taugliche Cloud Eggs darauf achten, dass der Dotter nicht platzt.

Das Eiweiß nach Wunsch würzen (hier ist mehr definitiv mehr, sonst schmeckt das Zeug einfach nur fad). Wir haben zu reichlich Salz, Pfeffer und Chiliflocken gegriffen.

Nun das Eiweiß mit dem Mixer richtig steif schlagen, den Schaum mit einem Esslöffel in eine feuerfeste, mit Backpapier ausgelegte Form in Wolken- oder Spiegeleiform streichen und in der Mitte eine Vertiefung formen. Circa sechs Minuten backen, dann herausnehmen und das Eigelb in die Mulde gleiten lassen. Etwa vier Minuten fertigbacken.

Realitätsflash Nummer zwei: Die Wolken fallen schneller zusammen, als man Insta sagen kann.

Geschmacklich sind sie eh ganz okay, aber irgendwie erinnert die Konsistenz an letscherten PU-Schaum.