Veganer Käse – eins, zwei, drei, selbstgemacht aus Kartoffelbrei

GRUNDKURS KOCHEN / KÄSE | 12.10.2021
  

Foto: Archiv

Selbst für Vegetarier ist der Weg zum Veganismus mitunter steinig. Der Käse ist der Knackpunkt!

Diverse Fleischsubstitute haben einen gelehrt, dass Name, Form und Konsistenz leider nicht ausreichen, um Geschmack zu imitieren, die Erwartungen an veganen Käse sind entsprechend bescheiden.

Meistens sind derartige Produkte eine traurige Kombination aus weitgehend geschmacklosen Füll-und Farbstoffen. Einzige Annäherung an echten Käse: schmilzt, wenn erwärmt. Dann gäbe es noch eine Kategorie etwas befriedigenderer Alternativkäsen, die aber zu Preisen gehandelt werden, als wären sie aus seltenen Erden geformt.

Deshalb: selber machen! Für unseren ersten schnittfesten veganen Käse garen wir zwei mittelgroße geschälte und gewürfelte Erdäpfel sowie 125 Gramm Cashewnüsse eine gute Viertelstunde in etwas Wasser. Derweil fetten wir eine Plastikform ein und stellen sie in den Kühlschrank.

Beim Abgießen 100 Milliliter des Kochwassers auffangen und mit den Erdäpfelstücken und den Cashews in einen Standmixer oder ein pürierstabtaugliches Gefäß geben.

Nun wird es tricky: Es geht darum, dem „Käse“ Geschmack zu geben. Wir haben folgende Mischung probiert: Saft einer halben Zitrone, ein Teelöffel geräuchertes Paprikapulver, Salz, ein halber Teelöffel englischer Senf und vier Esslöffel Hefeflocken. Das Ganze fein pürieren. In 100 Milliliter kochendem Wasser drei Esslöffel Agar-Agar-Pulver (pflanzliches Geliermittel) aufkochen und schnell in die Käsemasse einrühren. In die gekühlte Form füllen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Fazit aus der Falter-Kombüse: Nicht uninteressanter Brotbelag, aber sagen Sie nie Käse zu ihm!