Lohn der üblen Absturz-Panne: Eierschwammerln aus der Pfanne

GRUNDKURS KOCHEN / PILZE | 17.8.2021
  

Foto: Archiv

Die Jagdsaison ist eröffnet! Nach den Regen-und-Sonne-Intermezzi der vergangenen Tage kann man den Eierschwammerln im Wald des Vertrauens beim Wachsen zusehen.

Am liebsten hat es der Cantharellus cibarius zwischen 200 und 2200 Metern Seehöhe unter Fichten. Notfalls nimmt er auch mit Rotbuchen, Eichen, Kiefern und Tannen vorlieb.

Die Falter-Kombüsenbeauftragte versuchte ihr Glück auf den Bergen rund ums Salzburger Gasteinertal und bezahlte den üppigen Fund mit einem Jahrhundertmuskelkater und verstauchtem Knöchel.

Wir notieren: Nässe bedeutet Rutschgefahr, Schwammerlsuchen bitte nur mit gutem Schuhwerk!

Nachdem wir das geklärt hätten, schreiten wir mit Grip zur Tat, und weil Eierschwammerlsauce mit Semmelknödeln in die Kategorie „gut, aber zu oft gegessen“ fällt, verarbeiten wir die Ernte zu einem Eierschwammerlgröstl.

Für vier Portionen 300 Gramm Erdäpfel in Salzwasser bissfest kochen, abseihen und zugedeckt ausdampfen lassen. Dann in circa ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden.

Die Schwammerln putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln (ja, das Putzen macht keinen Spaß, aber bloß nicht der Versuchung erliegen und die Schwammerln waschen, dann verlieren sie ihr Aroma). Eine Zwiebel klein und würfelig schneiden (Fleischesser können noch kleingewürfelten Speck dazugeben). Erdäpfel in Öl knusprig braten, salzen und pfeffern und beiseitestellen. Zwiebel (und Speck) anbraten, Schwammerln dazu und rösten. Dann Erdäpfel untermischen.

Vier Eier und einen Teelöffel frischgehackten Thymian verquirlen, über das Gröstl gießen und stocken lassen. Fertig.