Aus der Levante stammt der Bote: Schnell-Püree aus der Okraschote

GRUNDKURS KOCHEN / GEMÜSE | 3.8.2021
  

Foto: Archiv

Hierzulande gilt sie noch immer als große Unbekannte, auf Märkten wird sie von Österreichern meist links liegen gelassen, und wenn in levantinischen, indischen oder afrikanischen Restaurant aufgetragen, löst ihr Anblick meist zurückhaltende Skepsis aus: die Okraschote.

Das wollen wir ändern und eine Lanze für die fünf-bis zehneckige, grüne Frucht des Gemüse-Eibischs brechen. Nicht umsonst ist Okra eine der ältesten vom Menschen kultivierten Gemüsepflanzen: Sie ist eine Bereicherung für jede Küche.

Klassiker wären etwa Okra in Paradeissauce oder Okra-Curry. Wegen der Hitze und auch um zu demonstrieren, was dieses Gemüse alles draufhat, bereiten wir in der Falter-Kombüse Okra-Püree.

Das macht sich auf jedem Mezze-Teller neben Hummus, Baba Ganoush und Co gut und ist obendrein watscheneinfach:

Eine Zwiebel und drei Knoblauchzehen schälen, grob hacken und in Olivenöl in einer Pfanne anbraten. Ein halbes Kilo geputzte Okra (gibt es auch tiefgekühlt zu kaufen) dazugeben und ordentlich anrösten.

Salzen, pfeffern und mit einer Tasse Gemüsefond ablöschen. Die Hitze reduzieren und alles zirka 30 Minuten bei kleiner Hitze ziehen lassen.

In der Zwischenzeit je einen Bund frische Petersilie und Koriander hacken (Korianderfeinde verwenden ersatzweise Minze). Die weichen Okra mit dem Pürierstab zerkleinern. Die gehackten Kräuter dazugeben und noch einmal mit Salz und Pfeffer und, wer mag, mit etwas Chili abschmecken.

Zum Schluss mit frischem Zitronensaft beträufeln. Dazu Fladenbrot, Oliven, gefüllte Weinblätter, Schafkäse und die anderen üblichen Verdächtigen.