Wiesenblüten und Kräuterblätter für naturverliebte Städter

GRUNDKURS KOCHEN / SALAT | 22.6.2021
  

Foto: Barbara Tóth

Mit den Lockdowns kamen die Lieferdienste, und mit ihnen trat „Gurkerl“ in mein Zweitleben als Mutter und Hausfrau.

Der tschechische Online-Supermarkt möchte der Meinl am Graben im virtuellen Raum sein, und das gelingt ihm ziemlich gut.

Neben Gebäck und Brot von Öfferl gibt es eine Auswahl sehr wienerischer Produkte, vom Landtmann-Guglhupf bis zu Speisen von Wiener Lokalen wie Stellas, Mochi oder Labstelle.

Und nicht zuletzt: Kräuter und Salate von Altschachl aus Neu-Oberhausen, einer Gärtnerei unweit des Wiener Stadtrands. Zwei Altschachl-Blattmischungen stechen heraus: „Blattsenf“ und „Wildkräuter mit Blüten“.

Zugegeben, mit etwa 4,30 bzw. 5,40 Euro pro Packung sind sie nicht ganz günstig, aber haben Sie schon einmal erlebt, wie ausgiebig 150 Gramm Kräuterblätter, Blüten und diverse Senfblätter sein können?

Sie fallen weder in sich zusammen wie viele herkömmliche Salate, noch schmecken sie nach so wenig wie viele abgepackte Salatmischungen. Das Zeug riecht und schmeckt, als spaziere man über eine Waldwiese: Blutampfer, Pimpinelle, Kerbel, Sauerampfer, Schafgarbe, Vogelmiere, Wilde Rauke und Hornveilchen sind derzeit die Besetzung von „Wildkräuter mit Blumen“, bei „Blattsenf“ kommen verschiedene Blattsenfe mit ihrem feinwürzigen Aroma dazu. Bleibt eine entscheidende Frage: wie dressieren?

Die einfachste Variante: bei „Gurkerl“ gleich die Sweet Miso Sauce von Mochi dazubestellen. Passt super, ich habe es probiert. Oder ein Senfkorndressing mit Honig statt Zucker und Zitrone statt Essig anrühren, das harmonisiert ebenfalls fein zur Blumenwiese auf dem Teller.