Der heute hippe heiße Scheiß: Frittierte Bällchen aus Risottoreis

GRUNDKURS KOCHEN / MEDITERRAN, SNACKS | 11.5.2021
  

Foto: Archiv

„Es gibt Reis, Baby“, sang Helge Schneider und bot als Beilage „entweder kleine Möhrchen oder Erbsen aus dem Glas“. Damit brachte er das damalige Verhältnis der Deutschen zu Reis auf den Punkt.

In Österreich sah’s nicht viel besser aus: Reisfleisch oder Milchreis, vielleicht noch vertrockneter Uncle Ben’s zum Schnitzel -ein Gruß aus der kulinarischen Hölle.

Heute ist Foodietum ein Glaubensbekenntnis, Essen der Sex jeden Alters und eine der beliebtesten Spielarten ist inzwischen Frittiertes aus der italienischen Streetfoodküche, etwa Arancini (siehe Seite 48).

Bei dem süditalienischen Snack handelt es sich um frittierte, gefüllte Reisbällchen, und die sind gerade auch in Wien so hip, dass sie bald so allgegenwärtig wie Falafel sein könnten. Den Klassiker, Arancini Siciliani, füllt man mit Faschiertem, wir haben uns für die vegetarische Variante mit Mozzarella entschieden.

Dazu muss man erst ein Risotto kochen: eine Zwiebel kleinwürfelig schneiden und in Olivenöl glasig dünsten, 250 Gramm Rundkornreis zugeben und auch anschwitzen.

Nach und nach unter ständigem Rühren mit Gemüsesuppe aufgießen und so lange einkochen lassen, bis das Ganze breiig ist, der Reis aber noch Biss hat. Salzen, pfeffern, abkühlen lassen, dann 100 Gramm Ricotta und ein Ei unterrühren. Nun die Hände mit Wasser befeuchten, einen Esslöffel Risotto in der Handfläche flac h drücken, eine Mozzarellakugel draufsetzen, mit einem weiteren Esslöffel Reis bedecken und zu glatten, etwa orangengroßen Bällchen rollen. Die werden nun mit Mehl, Eiern und Semmelbröseln paniert und dann in heißem Fett schwimmend goldbraun frittiert. Abtropfen lassen und warm mit Joghurt servieren.