Apfeltarte

Die tarteste Versuchung, seit es Blätterteig und Äpfel gibt, und dazu noch – ayurverdisch gesehen – megakorrekt

THURNHER AUF REZEPT / AYURVEDISCH   

Foto: Irena Rosc

Einfacher geht’s kaum, und das Einfache ist bekanntlich oft das Beste. Für diese Apfeltarte brauchen wir keinen Teig herzustellen, wir begnügen uns mit einem fertigen Blätterteig aus dem Packerl, den wir zur gewünschten Form ausrollen. Wie groß diese Form ist, hängt davon ab, ob Sie ein Backblech bevorzugen, eine Tarte- oder eine Kuchenform. Jedenfalls legen Sie den Teig in diese Form und drücken mit den Fingern eine Teiglippe in den Rand. Nehmen Sie eine runde Form, empfiehlt es sich, die Form umgekehrt auf den Teig zu legen und etwa zwei Zentimeter größer auszuschneiden, damit der passende Teigrand entsteht. Dann stupfen Sie den Teig mit einer Gabel (Bild unten links), damit er beim Backen nicht aufgeht. Bedecken Sie ihn mit einer Lebensmittelfolie und kühlen ihn im Kühlschrank, bis die Äpfel vorbereitet sind. Wenn Sie keine Tarteform nehmen, legen Sie den Teig auf ein mit etwas Wasser bespritztes oder mit einem Backpapier belegtes Backblech.

Die Wahl der Äpfel macht die halbe Tarte. Am besten wären Gravensteiner, aber wo bekommt man die schon noch? Jeder säuerliche Apfel wie Rubinette ist im Prinzip dafür geeignet, man braucht ihn nicht zu schälen, lediglich das Kerngehäuse ist auszustechen. Man schneidet die Äpfel in zwei Millimeter dünne Scheiben, Fachleute empfehlen dafür eine Schneidemaschine. Aus den USA stammt der Tipp, die Äpfel leicht mit etwas Stärkemehl zu bestreuen, das bindet den austretenden Saft. Nun kann man den Teig auf verschiedene Weise behandeln: mit einem Gemisch aus gehackten Haselnüssen, Zucker und geschlagenem Eiweiß bestreichen, auch eine dezente Marmeladenschicht wäre denkbar.

Dann legen wir die Apfel dachziegelartig auf, schieben das Ganze ins Rohr und backen es, bis der Teig goldbraun ist. Nicht sklavisch an die Zeitangabe halten! Anschließend lasieren wir die Tarte mit Apfelgelee, das wir mit einem Pinsel auftragen. Lauwarm serviert, etwas mit Vanillezucker aufgeschlagenes Schlagobers oder eine Kugel Vanilleeis dazu – fertig. Nicht ganz. Die Gäste werden ein zweites Stück wollen.


Rezept
für 4 Personen

Zutaten
1 Packerl Blätterteig
3–4 Äpfel (Gravensteiner, Rubinette …)
ca. 1 TL Stärkemehl
2 EL Rohrzucker
1⁄4 TL gemahlene Kardamomsamen
2 EL Apfelgelee (oder Marillenmarmelade)
2 EL Pinienkerne, gehackt
100 ml Schlagobers
1 Msp. Vanillezucker, 1 TL Staubzucker

Zubereitung
Teig wie beschrieben behandeln. Stärkemehl vorsichtig unter Äpfel heben, diese, wie ebenfalls rechts beschrieben, auflegen, mit Zucker und Kardamom bestreuen und im unteren Drittel des Backrohrs bei 220 Grad 20 Minuten backen; dabei den Teig beobachten: Er darf nicht dunkelbraun werden, darf aber auch nicht blass bleiben. Apfelgelee oder Marillenmarmelade mit etwas Wasser erwärmen, glattrühren und mit einem Pinsel auf die etwas abgekühlte Tarte streichen, sofort die Pinienkerne darüberstreuen. Lauwarm servieren.