Auflauf im Sommer? Sehr vermessen! Deshalb wird er kalt gegessen

GRUNDKURS KOCHEN / AUFLÄUFE | 11.8.2020
  

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Kaum ein Gericht schreit so laut „Winter“ wie der Auflauf. Dabei lässt er sich ganz leicht in ein Sommeressen verwandeln, und zwar, indem man ihn einfach auskühlen und am besten über Nacht stehen lässt. Dann kann man ihn wie einen Kuchen in Stücke schneiden und zum Baden, Wandern oder Picknicken mitnehmen.

Ganz wunderbar geht das zum Beispiel mit einem Erdäpfel-Karotten-Auflauf, nämlich so: Für zwei Portionen nehme man acht Stiele frischen Thymian und zupfe die Blätterchen ab. Nun ein viertel Kilo Karotten schälen und schräg in dünne Scheiben schneiden. Eine Zwiebel fein würfeln. Ein halbes Kilo Erdäpfel (am besten vorwiegend festkochende) – je nach Belieben mit oder ohne Schale -ebenfalls in dünne Scheiben schneiden.

Nun eine flache, ofenfeste Form mit Butter einfetten. Die Erdäpfelund Karottenscheiben mit den Zwiebeln und dem Thymian vermischen, mit Salz, Pfeffer und etwas frisch geriebener Muskatnuss würzen und in der Form verteilen.

Ein getrocknetes halbes Vollkornweckerl grob reiben (geht natürlich auch mit einer Semmel oder einem Baguette, falls man Weißbrot bevorzugt) und mit circa 50 Gramm klein gehackten Haselnüssen vermischen.

100 ml Gemüsesuppe mit 150 ml flüssigem Schlagobers aufkochen und einen guten Käse in die Sauce bröseln und schmelzen lassen. Dazu eignen sich diverse Ziegenweichkäse; wer es intensiver mag greift zu Blauschimmelkäsen wie Gorgonzola oder Dolcelatte.

Nun die Sauce über den Auflauf gießen und das Ganze mit dem Brösel-Nuss-Gemisch bestreuen. Bei 180 Grad auf mittlerer Schiene etwa 30 Minuten im Rohr backen. Herausnehmen und ruhen lassen.