Denk an Frankfurt ich, am Main, fällt mir gleich „Grüne Sauce“ ein

GRUNDKURS KOCHEN / SAUCEN | 10.3.2020
  

Foto: Archiv

Wer sich auf den Gründonnerstag vorbereiten möchte und nicht auf Bewährtes wie Spinat zu setzen bereit ist, der könnte etwa eine Frankfurter Grüne Sauce machen und damit den Frühling einläuten. Frankfurt am Main liebt ja nicht jeder. Und doch treffen die zum Greifen nahen Wolkenkratzer, das Städel Museum, der von Platanen dicht gesäumte Main und eben die „Grie Soß“ eine emotionale Frequenz.

Sie besteht aus sieben frischen Kräutern. Gereicht wird sie mit Erdäpfeln, die man entweder brät oder dämpft, und hart gekochten Eiern. Manchmal sieht man auch panierte Schnitzel darin schwimmen, aber das vergessen wir gleich wieder. Die Herausforderung liegt in der Beschaffung der Kräuter.

Wer sich streng ans hessische Rezept halten möchte, der muss von Folgendem insgesamt etwa 200 Gramm pro Zubereitung zur Verfügung haben: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. In Hessen bekommt man diese Kombination vorportioniert, es gelten sogar Herkunftsregeln, um dem Namen gerecht zu werden. Sie sind immer frisch! Zunächst stellt man die Erdäpfel zu und kocht für jeden mindestens ein Ei. Dann wäscht man die Kräuter, schüttelt sie aus und entfernt die unschöneren Teile.

Gemeinsam mit einem Becher Sauerrahm und einem Becher Crème fraîche, einem EL Senf, einem EL Kren, einem EL Zitronensaft, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker lässt man das Ganze einmal im Mixer eine Runde fahren oder versenkt den Rührstab, damit eine schöne, grüne Masse entsteht. Auf der Packung des Lokalmatadors Huber aus Frankfurt-Oberrad, nach der sie alle zubereiten, wird Joghurt als möglicher Ersatz für Sauerrahm vorgeschlagen.