Sitzt die Kälte dir im Gnick, lindern Linsen dein Geschick

GRUNDKURS KOCHEN / EINTOPF, INDISCH, VEGETARISCH | 3.3.2020
  

Foto: Archiv

Linsen nach indischer Art erwärmen Herz und die momentan noch kalten Knochen. Dieses – hier lose nachgekochte – Rezept wurde mir zwischen Tür und Angel vom formidabeln indischen Restaurant Nam Nam in Wien 6 zur Kenntnis gebracht.

Dazu nimmt man ein wenig Butterschmalz, und sobald es im Topf geschmolzen und nicht allzu heiß ist, gibt man zwei Teelöffel Paprikapulver, einen halben Teelöffel Chili und zwei Blätter Lorbeer dazu. Man behält etwa eine halbe Minute die Nerven und lässt das ganze Gewürzaroma unter zartem Hin und Her im Topf entwickeln. Hierauf kommen die Hülsenfrüchte. Berglinsen sind die persönlichen Favoriten, es können aber auch andere sein, deren Kochzeit nicht die Geduldsfäden reißen lässt.

Nach den Linsen kippt man eine Flasche passierte Paradeiser dazu, ordentlich Kokosmilch, mindestens 250 Milliliter, Salz, gepressten Knoblauch und fein geschnittenen Ingwer. Bei mittlerer Temperatur lässt man das Ganze zugedeckt etwa 30 Minuten kochen. Am Ende, sobald der Herd abgedreht ist, kommt das Wichtigste, und zwar Garam Masala. Der ist eine indische Gewürzmischung, deren Zusammensetzung variiert. Kreuzkümmel, Kurkuma, Zimt und Schwarzer Pfeffer sind meistens drin. Noch etwas mit Schlagobers abrunden, fertig.

Was dazupasst? Reis, ein indisches Brot wie Naan oder Chapati, aber auch alle anderen Weißbrote sind hier zum Tunken und Einverleiben erlaubt. Wer zu den kulinarischen Optimierern zählt, der kann bei Garam Masala und beim Brotbacken künftig selbst Hand anlegen. Oder aber einen Abstecher zur Bäckerei Tandoor in die Neulerchenfelder Straße machen. Herzerwärmend ist nämlich auch das Brot, das dort gebacken wird, und die freundlichen Mitarbeiter.