Wird die Tomate nicht mehr rot, hilft dir ein Chutney aus der Not

GRUNDKURS KOCHEN / GEMÜSE, SAUCEN | 31.10.2018
  

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Binge-Eating von grünen Paradeisern ist nicht anzuraten, da sie das schwach giftige Alkaloid Solanin enthalten. 400 Milligramm gelten als tödlich. Die Menge, die hier zubereitet wird, ist weit, weit, weit unter dieser Grenze. Sehr sensitive Menschen sollten trotzdem vorsichtig sein.

Grüne Paradeiser hat man sowieso in der Regel nur dann zur Verfügung, wenn man sie selbst pflanzt. Sollten sie grün geerntet werden müssen oder herabfallen, dann reifen sie in der Dunkelheit nach. Einige bleiben dennoch grün, und für diese paar gibt es ein Rezept, das sich als pikantes i-Tüpfelchen für verschiedene Speisen eignet: Chutney aus grünen Tomaten für gegrilltes Fleisch, Käse, Braterdäpfel.

Dafür verwendet man eine Handvoll grüner Früchte, wäscht und blanchiert sie für ein paar Minuten. Danach schreckt man sie ab und schält langsam ihre Haut. Damit verringert man die Menge an Solanin zwar nur um eine Spur, aber immerhin.

Danach zwei bis drei grob geschnittene Schalotten in Olivenöl anschwitzen, eine kleine Birne schälen, schneiden und gemeinsam mit einem Esslöffel Biorübenzucker karamellisieren. Ist die Mischung leicht goldfarben, gibt man die geschnittenen Tomaten dazu. Salzen, eine Prise Piment (kennt man auch unter dem Namen Neugewürz), einen Teelöffel Senfpulver und frisch gemahlenen Pfeffer hinzufügen und bei leichter Hitze 15 Minuten köcheln lassen. Falls es nottut, etwas Wasser nachgießen. Zum Schluss einen Schuss Limettensaft und/oder Essig beifügen und zuckern, wer es gerne etwas süßer mag.

In ein gewaschenes und sterilisiertes Glas füllen und fest verschrauben. Aufgegessen wird es allerdings bald sein.