Mit der Falafel in der Hand prüfst du jeden Kebab-Stand

GRUNDKURS KOCHEN / SNACKS, VEGETARISCH | 3.10.2018
  

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Sie sind so etwas wie der Gradmesser eines Kebabstands: Sind die Falafel nicht gut, dann kann der Rest gar nichts können. Dann kann man sicher sein, dass der Hummus nach Mayonnaise schmeckt, die Knoblauchsauce noch nie frischen Knoblauch gesehen hat und das gegrillte Gemüse labbrig und ölig ist. Denn bei der Zubereitung des einfachen Kichererbsenbällchens trennt sich die Spreu vom Weizen – oder die Köchin vom Küchenpfuscher. Je nachdem, wie liebevoll sie zubereitet, wie fantasievoll sie gewürzt sind, können Falafel von der knusprigen Offenbarung bis zur pampigen Enttäuschung so ziemlich alles sein. Wir in der Falter-Kombüse haben uns für ein einfaches Standardrezept entschieden, das natürlich je nach Belieben mit weiteren Gewürzen gepimpt werden kann.

Die oberste Regel: Für Falafel werden die Kichererbsen vor der Zubereitung nicht gekocht! Man nehme 250 Gramm getrocknete Kichererbsen und weiche sie über Nacht (oder mindestens zwölf Stunden) ein. Dann drehe man sie durch einen Fleischwolf oder zerkleinere sie in einer potenten Küchenmaschine und werfe danach Folgendes hinzu: je einen halben Bund feingehackten Koriander und Petersilie, eine feingewürfelte Zwiebel sowie drei ebenso feingewürfelte Knoblauchzehen. Das Ganze gut vermischen. Nun mit Salz, Pfeffer, je einem Teelöffel frisch gemahlenem Kreuzkümmel und Koriandersaat, einer Chili und zwei Esslöffeln Zitronensaft würzen. Aus der Masse Bällchen formen und in einer tiefen Pfanne mit heißem Öl rundum goldbraun braten.

Falafel isst man am besten mit Hummus, Knoblauch-oder Minzsauce, gebratenem Gemüse und frischem Pitabrot.