Die Kombüse kriegt ‘ne gute Note für Curry mit der Okraschote

GRUNDKURS KOCHEN / ASIATISCH, VEGETARISCH | 18.7.2018
  

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Zugegeben, sie ist nicht jedermanns Sache, die schleimige Okraschote. Die Antipathie ihrer Gegner beruht jedoch -wie meist -auf Unkenntnis und Missverständnissen. Denn: Man muss die Okra richtig zu behandeln wissen. Dann ist diese, eine der ältesten vom Menschen kultivierten Gemüsepflanzen der Welt, aufgrund ihrer Unverwechselbarkeit eine echte Bereicherung in der Kombüse.

Die sechseckigen Schoten des Gemüse-Eibischs stammen ursprünglich aus dem ostafrikanischen Hochland und werden in den Küchen Südasiens, des arabischen Raums und Südosteuropas gerne zubereitet. Dementsprechend haben wir uns für ein Okra-Curry mit Kürbis, Kichererbsen und Süßkartoffeln entschieden.

Der Schmäh beim Verarbeiten von Okra ist, sich ihren Saft, der beim Kochen zu einer gallertartigen Masse stockt, zum Freund zu machen. Wem davor graust, der muss aber nicht gänzlich auf die nussigen Okras verzichten, sondern der kocht die Schoten in leicht gesalzenem und mit etwas Essig versetztem Wasser vor.

All jene, die den Schleim nicht fürchten, gehen es folgendermaßen an: Vier Zehen Knoblauch feinblättrig schneiden und in Öl anrösten, einen Hokkaidokürbis und eine große, geschälte Süßkartoffel grob würfeln und anbraten. Okraschoten (gibt es frisch am Markt oder gefroren im türkischen Supermarkt) und gekochte Kichererbsen dazu. Alles ein paar Minuten braten lassen, dann eine Dose geschälte Paradeiser hinzugeben und mit Wasser aufgießen, sodass alles bedeckt ist. Mit gemörserten Fenchel-und Koriandersamen, Chili, Salz, Pfeffer und Cumin würzen. Nun etwa eine Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen. Zum Schluss mit frischem Koriander bestreuen. Dazu warmes Naan-Brot.