Zur Sepianudel für Farbkontrast gib weiße Burrata, falls du hast

GRUNDKURS KOCHEN / KÄSE, PASTA, VEGETARISCH | 13.6.2018
  

Foto: Barbara Tóth

Manche Speisen entstehen aus der Not, aus dem, was die Speis und der Kühlschrank hergeben. Manche entstehen nach Farben. Diese zum Beispiel. Die Ausgangslage war folgende: Was könnte zu schwarzen Spaghetti am Teller nett ausschauen? Die mit Sepiatinte eingefärbten Spaghetti gibt es zum Beispiel von Tarall’Oro aus Bari, im Supermarktregal in Österreich zu finden bei allen Gourmetspars. Sie brauchen zehn Minuten, um al dente zu werden, genug Zeit, um sich zu überlegen, was dazupassen könnte.

Unsere Wahl fiel auf eine Burrata, den italienischen Frischkäse, der einerseits neutral weiß ist, andererseits mit seinem milchigen, zart käsigen Geschmack und seiner cremigen Konsistenz gut zu Nudeln passt.

Das Problem ist nur: Burrata lässt sich, ähnlich wie Mozzarella, nur schwer erhitzen. Er zieht dabei zwar nicht so Fäden wie Mozzarella, aber weil er im Inneren sehr weich und oft noch von Salzlake durchtränkt ist, verliert er viel an Schönheit und Konsistenz. Besser, man nimmt ihn eine Stunde vor dem Kochen aus dem Kühlschrank und lässt ihn Zimmertemperatur annehmen. Dann aus der Packung herausnehmen, abtropfen lassen und in einer Pfanne vorsichtig im Ganzen anwärmen.

Sobald die Nudeln fertig sind, abseien, mit Olivenöl durchmischen, auf vorgewärmte tiefe Teller portionieren und kurz durchziehen lassen. Die Burrata als Ganzes oder halbiert drauflegen.

Als Geschmacks-und Farbtupfer passt Bergamottenmarmelade mit ihrem feinen, herben Zitrusgeschmack gut dazu. Eine solche – aus dem Iran -hat die persische Bäckerei Fadak in der Othmargasse 30 in Wien-Brigittenau im Angebot. Und dann natürlich noch Salzflocken obendrauf.