Es wird bei Safran, Ei und Karfiol nicht nur Iranern richtig wohl

GRUNDKURS KOCHEN / VEGETARISCH | 25.4.2018
  

Foto: Marianne Schreck

In Österreich darf man nicht nur mit Frucht gefüllte Knödel, sondern auch Karfiol mit Bröseln versetzen. Sonst ist der Karfiol – neben der obligaten Suppe -ein Underdog in der hiesigen Küche. Zu Unrecht: Wer schon genug Suppe hatte und Karfiol mit Bröseln nicht ausstehen kann, der könnte sein Karfiolglück zum Beispiel in der Küche des Nahen Ostens suchen.

Die iranische Küche kann mit einem Rezept aufwarten, das leicht zuzubereiten ist und überraschend anders schmeckt. Und zwar nimmt man einen babykopfgroßen Karfiol und wäscht ihn ordentlich. Man sollte den holzigen Teil des Strunks unten wegschneiden. Sie wollten die Frage stellen, ob man die Blätter essen kann? Ja, aber die äußeren schmecken nicht allzu fein.

Deswegen schneiden wir sie weg und belassen nur die helleren inneren. Nun schnappt man sich einen Topf mit Dampfgareinsatz und platziert den in Röschen geteilten Blumenkohl -ja, manche kennen ihn nur unter diesem Begriff -darauf. Man kann bereits das Dampfwasser salzen, dann dringt es schön in die kleinen Verästelungen dieses Gemüses ein.

Garen. Garen. Garen. So lange, bis man eines der Röschen leicht mit der Gabel zerdrücken kann. In der Zwischenzeit hat man schon drei Eier in eine Schale geschlagen, sie mit etwas Salz und zerstoßenen Safranfäden verquirlt.

Die zerquetschten Röschen nun alle in die Pfanne hauen, die vorher mit etwas Butter angewärmt wurde. Röschen anbraten, Ei “druff”, Deckel zu, Temperatur drosseln. Fertiggaren. Mit gehackten, gezupften oder geschnittenen Frühlingskräutern dekorieren. Und fertig!