Diese Suppe schmeckt nicht nur, sie ersetzt dir auch die Fastenkur

GRUNDKURS KOCHEN / SUPPEN | 10.1.2018
  

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Wir aßen sie vor Weihnachten. Dann mittags zu Weihnachten. Als Vorspeise vor dem Weihnachtsmahl. Und manchmal auch noch am Stefanitag. Die Rede ist von einer Krautsuppe nach Rezept meiner Großmutter, die in Lučenec/Losoncz gelebt hat, einer Region, in der sich ungarische, slowakische, jüdische und sonst noch ein paar mitteleuropäische Einflüsse mischen.

Ein Ergebnis dieser Mischkulanz war besagte Krautsuppe namens Kapustnica, die – in Maßen genossen – nicht nur gut schmeckt, sondern auch als Fastenspeise taugt. Deswegen aß meine Familie sie ja vor der traditionellen Weihnachtsvöllerei. Sie wird mit Sauerkraut gemacht, was der Suppe eine eigene, fein-säuerliche Note gibt.

Für die Kapustnica schneidet man eine große Zwiebel und 100 Gramm Speck klein und brät sie in Olivenöl oder Butterschmalz an. 300 Gramm Sauerkraut (gibt es in Supermarkt auch in Bio-Qualität) hinzufügen. Mit 50 Gramm edelsüßem Paprikapulver bestreuen, kurz durchrühren und sofort mit zwei Litern Gemüsefonds ablöschen, damit das Paprikapulver nicht bitter wird. Etwa drei Stunden sanft köcheln lassen. Mit Kümmel, Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Je nach Gusto (und früher Vermögen) lässt sich diese Basis-Krautsuppe aufpeppen. Mit mitgekochten Erdäpfelscheiben (festkochende nehmen!).

Mit getrockneten Steinpilzen, die man ebenfalls dazugibt. Oder mit geräucherter und/oder gekochter Wurst, etwa Debreziner. Jedenfalls gehört sie im Teller mit einem ordentlichen Patzen Sauerrahm oder einer Mischung aus Crème fraîche und Sauerrahm serviert. Dazu schmeckt ein frisches Baguette – sofern es nicht als Diätkost gedacht war.