Für alle jetzt schon Wintermüden: Wir simulieren den Zitronensüden

GRUNDKURS KOCHEN / PASTA | 6.12.2017
  

Foto: Barbara Tòth

Pasta, am besten Linguine oder Tagliolini, mit Zitronensauce -das schmeckt nach einem Sommerurlaub in Sizilien. Der ist derzeit ziemlich außer Reichweite, aber man kann sich die kulinarischen Erinnerungen ja zum Glück zurückkochen, also Linguine mit Zitronensauce machen.

Noch einfacher und wesentlich schneller und unkomplizierter geht es aber, wenn man sich Pasta mit Zitronengeschmack kauft. In den Gourmetmärkten von Spar gibt es Tagliolina von Tarall’Oro. Sie kommen aus Bari und machen mit ihrer satten, dunkelgelben Farbe am Teller ordentlich etwas her (dafür ist Kurkuma verantwortlich, lesen wir im Kleingedruckten auf der Verpackung).

Die Hersteller empfehlen, ebenfalls im Kleingedruckten, die Linguine mit Hummerfleisch zu kombinieren. Das geht vielleicht einfach, wenn man in Süditalien wohnt, für Wiener Verhältnisse empfehlen sich etwas bescheidenere „Toppings“. Flusskrebse wären sicher ideal, oder einfacher, weil es sie in Bioqualität auch tiefgefroren im Supermarkt gibt, Garnelen. Unbedingt die rohen, nicht vorgekochten nehmen. Diese auftauen, falls notwendig schälen und säubern und den Darm entfernen. In einer schweren Pfanne ganz wenig Butterschmalz erhitzen und die Garnelen scharf anbraten. Vom Herd nehmen, mit Olivenöl beträufeln, je nachdem, wie herb man es haben will, mit einem Hauch Obers abschmecken. Parallel dazu Nudelwasser erhitzen und Nudeln bissfest kochen. Beim Wasserabgießen pro Portion einen Suppenlöffel Nudelwasser aufbehalten, es bindet später die Bratensauce der Garnelen und macht sie sämiger. Jetzt alles zusammenrühren, kurz durchziehen lassen und beim ersten Bissen an Sizilien denken.