Der Paleo-Mensch würde schaun – wir machen die Rote Rübe braun

GRUNDKURS KOCHEN / BROWNIES, PALEO, ROTE RÜBEN, SÜßSPEISEN | 26.7.2017
  

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Vergangene Ausgabe hat die Kombüsen-Kollegin über Paleo-Dining geschrieben. Paleo. Essen wie die Altvorderen in den steinzeitlichen Höhlen also. Die vom heutigen Überangebot der Supermärkte verwirrten Jäger und Sammler meinen sich gesünder zu ernähren, wenn sie nicht nur alle verarbeiteten Lebensmittel weglassen, sondern auch Getreide und Milchprodukte. Hatten unsere Vorfahren ja schließlich alles nicht. Allerdings wurden die auch eher selten über 30 Jahre alt. Aber bis dahin sahen sie halt mördergut aus, dank ihrer Paleo-Diät.

Sieht man sich Paleo-Rezepte an, weiß man, das Ganze ist eigentlich nur eines, nämlich “The Great Paleo Swindle”. Nehmen wir etwa die original Paleo-Rote-Rüben-Schoko-Brownies. Warum sind die genießbar? Weil sie massig dunkle Schokolade und außerdem Kokosmehl enthalten. Vom Backpulver, das die herbe Geschichte fluffiger macht, mal ganz zu schweigen. Dass die Paleo-Hominiden Schokolade-Connaisseure waren, ist zu bezweifeln, weil die Brownies aber unverschämt gut schmecken, haben wir sie trotzdem nachgebacken. Und zwar so: Man püriere 300 g geschälte und gekochte Rote Rüben, schlage drei Eier drüber, tröpfle -je nach Süßigkeitsbedarf -fünf bis zehn EL Honig hinzu, 2 EL Kakao (typisch Steinzeit) sowie eine Prise Pfeffer. Nun schmelze man 150 g gute, dunkle Schoko mit 3 EL Kokosöl im Wasserbad. Flüssige Schokolade zur Rüben-Paste geben. Einen TL Backpulver, 100 g geriebene Haselnüsse und 3 EL Kokosmehl unterrühren und -Paleo-Puristen weghören -jeweils einen halben TL geriebenen Kardamom, Zimt, Piment und Nelken. Zum Schluss weitere 100 g grob gehackte Schoko und Nüsse in die Masse rühren. Bei 180 °C für 40 Minuten auf einem Blech ins vorgeheizte Rohr. ROAR!




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