Tu vorzugsweise Thymian an die gebrat’ne Knolle dran!

GRUNDKURS KOCHEN / GEMÜSE | 15.3.2017
  

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Der Thymian ist dem Erdapfel, was der Suppe das Salz ist. Mindestens. Kaum ein anderes Gewürz harmoniert so wunderbar mit der Nachtschattenknolle wie er. Sein herber, fast rauchiger Geschmack ist wie gemacht, um fade Pommes frites zu veredeln. Aber dazu gleich. Zuerst wollen wir dem Tausendsassagewürz noch ein kleines Loblied singen.

Denn das holzige, ein bisschen widerborstige Kraut, das sich besonders im Mittelmeerraum wohl fühlt, schmeckt nicht nur grandios, es ist nebenberuflich auch noch Heiler: Der Thymian stillt Krämpfe und lässt Entzündungen von Lunge, Bronchien und Hals verschwinden und obendrein hilft er auch noch, fettige Speisen zu verdauen. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und werfen sogleich die Fritteuse an!

Für unsere Thymianerdäpfel – die sich sowohl solo als auch in Fleischoder Fischbegleitung gut machen – schälen wir die gewünschte Menge Erdäpfel, schneiden diese quer in etwa fünf Millimeter dünne Scheiben, die wir kurz in kaltes Wasser legen, um die klebrige Stärke abzuschwemmen. Zwischenzeitlich sollte auch das Öl heiß genug sein (ca. 170 °C) – ein Tropfen Wasser rein, wenn’s spritzt, ist alles gut. Nun die Erdäpfelscheibchen ins heiße Fett und die Nadeln einiger Thymianzweige dazurebeln. Achtung: Der Thymian entfaltet sein intensives Aroma erst beim Braten! Wer’s lieber niederkalorisch hat, nehme das Backrohr statt der Fritteuse.