HAUS DER GESCHICHTE

Hände weg vom Haus der Geschichte

Österreich hat nun endlich ein Museum, das die Geschichte des Landes nach Habsburg thematisiert. Es braucht Unabhängigkeit

THOMAS WALACH | 05.12.2018

Vor 73 Jahren wurde die Zweite Republik ausgerufen. So lang hat es also gedauert, bis in Österreich ein Museum realisiert werden konnte, in dem nicht Glanz und Untergang Kakaniens, sondern die Geschichte jenes Österreichs im Mittelpunkt steht, das gegenwärtig unsere Heimat ist.

Der Erfolg gibt diesem Haus recht -seit seiner Eröffnung wird es von Besucherinnen und Besuchern gestürmt. Das ist auch der hervorragenden Arbeit der Direktion und des wissenschaftlichen Beirats geschuldet, die unter denkbar schlechten Bedingungen das Bestmögliche tun.

Es ist gleichwohl eine Schande für das Selbstverständnis Österreichs, dass solche widrigen Umstände überhaupt herrschen. Schon der Name „Haus der Geschichte“ ist ein kaum verhohlener Euphemismus. „Zimmer der Geschichte“ träfe es weit besser. Das Museum der Geschichte nach Habsburg ist Untermieter in jenem Trakt der Hofburg, der als Teil des unvollendeten Kaiserforums zur Verherrlichung der alten Herrscherdynastie diente.

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