TÜRKIS-BLAU

Die Sozialpartnerschaft steht infrage

Beim Streit um den Zwölfstundentag geht es um weit mehr als um ein paar Stunden Arbeit pro Woche. Ein wertvolles System steht auf dem Spiel

In der Debatte um das Arbeitszeitgesetz wurde in der Hitze des Gefechts die Sphäre der Vernunft verlassen. Die Arbeitgeberseite will nicht anerkennen, dass die „Freiwilligkeit“ der Überstunden oft doch nur Zwang ist. Wer will schon die Laune seines Arbeitgebers und das gute Einvernehmen mit seinen Kollegen durch die mehrmalige Ablehnung von Überstunden gefährden?

Die Arbeitnehmerseite wiederum spricht gerne von einer generellen 60-Stunden-Arbeitswoche, was nicht der Intention der Reform entspricht, da die Normalarbeitszeit bei 40 Wochenstunden bleibt. Was auch geplant ist, aber erstaunlicherweise wenig mediales Echo findet, ist eine Ausweitung der Gruppen von Beschäftigten, die von der Anwendung des Arbeitszeit-und Arbeitsruhegesetzes ausgenommen werden.

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