PRO & CONTRA ROT-BLAU

Soll die SPÖ mit der FPÖ koalieren? Nein!

Muss eine Koalition mit der FPÖ für die SPÖ grundsätzlich tabu sein oder ist sie unter bestimmten Bedingungen denkbar? SPÖ- Chef Christian Kern lässt gerade einen "Kriterienkatalog" erarbeiten. Die F-Frage spaltet nicht nur die Wiener SPÖ, sondern die gesamte rote Partei -und den Falter.

Florian Klenk FLORIAN KLENK | 23.11.2016

Rot-Blau? Ja mei, warum denn nicht! Selbst der jüdische Gestapo-Häftling Bruno Kreisky, so lautet ein beliebtes Argument der Coquetteria, habe einst mit dem SSler Friedrich Peter koaliert (gegen die erbitterte Kritik des Nazijägers Simon Wiesenthal). Was ist dagegen schon eine Amour fou mit einem ehemaligen Wehrsportler?

Straches Blaue seien heute nun mal eine, wenn auch radikale, demokratische Kraft, gewählt von einem Drittel der Bevölkerung. Diese neue Volkspartei auszugrenzen, wie dies jeder Kanzler seit Franz Vranitzky tat, sei politisch nur dumm. Es stärke die ÖVP, die seit 1986 ununterbrochen an der Macht sei.

Der Pakt mit den Blauen ist für angstlustige Genossinnen und Genossen also verlockend, aber die Sozialdemokratie gewinnt damit nichts. Rechtspopulisten zerstören, wenn sie einmal an der Macht sind, den Sozial-und Rechtsstaat. Wer es nicht glaubt, blicke nach Polen und Ungarn.

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