POLITISCHER ISLAM

Was wir statt des Kriegsgeheuls brauchen

Florian Klenk FLORIAN KLENK | 18.11.2015

Natürlich kann man den Anschlag und alles, was darauf folgen soll, einen Krieg nennen, einen Dritten Weltkrieg vielleicht sogar, wie es der Papst tat. Doch die damit einhergehende Gleichsetzung eines grausamen lokalen Bürgerkriegs mit zwei Weltkriegen ist nicht nur historisch vermessen, sie ist auch ein staatspolitischer Irrweg und folgt der Logik des Terrors (siehe Armin Thurnher, S. 5).

Die Pariser Attentate sind nur in der Welt der Terroristen „kriegerische Handlungen“, sie zielen auch darauf ab, dass Flüchtlinge unter Druck geraten und den Westen zu hassen beginnen, wie interne IS-Strategiepapiere zeigen. In Wahrheit sind sie ein Fall für eine besonnen operierende Strafjustiz und Polizeibehörden, die aus den Verbrechen lernen müssen, um neue zu verhindern.

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