MIGRATIONSDEBATTE

Der Staat und der Kampf um die Grenzen

Florian Klenk FLORIAN KLENK | 28.10.2015

„Tief durchatmen!“, titelte meine Kollegin Barbara Tóth vergangene Woche im Falter. Die Flüchtlingsdebatte, so klagte sie, werde zu hysterisch geführt, der Morbus Sarazzin, also die Angst vor Islamisierung und Selbstabschaffung habe die Bürgerlichen infiziert und greife auf das linksliberale Milieu über. Ohne empirische Faktenlage würden Ängste geschürt. „Ich kann es ehrlich gesagt schon nicht mehr hören“, sagt Tóth und forderte, man solle das Flüchtlingsthema „politisch erledigen“.

Leicht gesagt. Darüber wird man reden müssen. Die Flüchtlingspolitik wird eine der wichtigsten Herausforderungen der nächsten zehn Jahre. Integrationspolitisch, sozialpolitisch und vor allem auch staatspolitisch.

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