MIGRATIONSDEBATTE

Warum mir die Migrationsdebatte nicht wurst ist. Ein Schweinskopfstück

Armin Thurnher ARMIN THURNHER | 30.09.2015

Nichts vermochte das Flüchtlingsthema von der Spitze der Nachrichten zu verdrängen. Aber jetzt: Alle mal herhören: Strache! Am besten kann das die Zeitung Österreich, das Zentralorgan für Dammbau und Dammbruch aller Arten. Oberbiber Wolfgang Fellner fragt scheinheilig-verdutzt: Brechen jetzt alle Dämme? „Für die SPÖ geht es jetzt in Wien um alles. Michael Häupl muss im Direkt-Duell mit Strache den blauen Höhenflug stoppen. Es wird ein Showdown wie in einem Western: der letzte Rote gegen den anstürmenden Blauen.“ Jetzt heißt es fleißig inserieren, SPÖ, die großen Strache-Bilder in Österreich müssen ja finanziert werden.

Im deutlich edleren Profil pflegt der Herausgeber einen lustvoll-dekadenten Kulturpessimismus und zeichnet den Untergang der Lebensweise, wie wir sie kennen. Geschähe das im Zeichen der globalen Krise des digitalen Kapitalismus, ließe ich mit mir darüber reden. Aber wegen Strache?

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