ABTREIBUNGSDEBATTE

Wir müssen über Abtreibungen reden

Florian Klenk FLORIAN KLENK | 24.07.2013

Zuerst eine höchstpersönliche Bemerkung, denn in der Abtreibungsdebatte prägt das Private die politische Meinung.

Ich bin aus der Kirche ausgetreten, weil Kardinal Christoph Schönborn es für eine Sünde hielt, dass die Uno an vergewaltigte Kosovarinnen die Pille danach verteilt. Ich halte die Vorstellung, dass tausende missbrauchte Frauen auch noch zur Geburt gezwungen werden, für unmenschlich.

Das ändert nichts daran, dass ich heute ein massives Problem mit Schwangerschaftsabbrüchen habe. Das war nicht immer so. Ich hielt Abtreibungen für etwas Unspektakuläres, eine Entfernung von Zellhaufen. Als ich den Herzschlag meiner Zwillinge im Ultraschall gesehen hatte, begann ich an meiner Überzeugung zu zweifeln. Ich lernte, dass Kinder ab der zwölften Woche schlucken und gähnen können. Hätte meine Frau abgetrieben, wäre ich als Vater zerbrochen.

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