Was war dein liebstes Kinderbuch?

Der Schulstart ist auch ein Lesestart. Doch zu welchen Büchern greifen? Der FALTER hat sich umgehört

KIWI | 29.08.2019
Illustration: Georg Feierfeil

Vom Lesen und (Vor-)Lesenlassen sollte man gar nicht genug bekommen. Wissenschaftlich gesehen ermöglichen Geschichten es schon Kleinkindern, ihre Konzentration zu trainieren, sich in andere hineinzuversetzen. Sie regen die Fantasie an und schulen den Wortschatz.

Geschichten aber sind vor allem eines: emotionale Trägerraketen. Sie lassen uns auf unbekannten Planeten marschieren, ermöglichen uns Superkräfte, setzen sich über alle physikalischen Gesetze hinweg, ohne dass man selbst sich groß bewegen müsste. Sie holen uns ab.

Lesen beginnt dabei lange vor dem eigenen Lesen (siehe Interview S. 43) und die Freude an der Geschichte hängt nicht an Lettern. Erzählungen haben Menschen schon geteilt, als sie noch keine Schriftzeichen kannten. Das Alte und das Neue Testament wurden über Jahrhunderte mündlich weitergegeben, bevor man sie aufschrieb.

Für 85.000 Tafelklassler beginnt ab kommender Woche die Schule. Sie werden mühsam lernen, wie man aus Buchstaben Wörter baut, als Belohnung wartet eine völlig neue Welt.

Mit dem liebsten Kinderbuch verhält es sich wie mit dem ersten Kuscheltier: Ganz lassen kann man davon nie. Spätestens wenn man zum Vorleser wird, holt man es wieder heraus. Deshalb hat der Falter zwölf Persönlichkeiten nach ihrem liebsten Buch aus Kindertagen gefragt. Und was sie heute mit ausgestrecktem Arm zwischen Polster und Nachttischlampe vorlesen.

 


Heinz Fischer: „In die Waagschale geworfen“ von Renate Welsh

Ich bin 1938 geboren und daher fallen die ersten sieben Jahre meiner Kindheit (bis 1945) in die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur und in die Zeit des Krieges. Da waren Kinderbücher von dieser Ideologie beeinflusst und ich habe keine besonders positiven Erinnerungen an Kinderbücher aus dieser Zeit. Auch die Kinderbücher nach Ende des Krieges, wie zum Beispiel der „Struwwelpeter“ oder „Hatschi Bratschis Luftballon“, waren rückblickend gesehen eher grausam und autoritär.

Wesentlich bessere Erinnerungen habe ich an die Kinderbücher, die ich meinen Kindern oder in jüngster Zeit meinen Enkelkindern vorlese. Ich liebe zum Beispiel die Kinderbücher von Renate Welsh und ein Blick in unseren Bücherkasten hat ergeben, dass wir von Renate Welsh 18 Bücher für Kinder und junge Menschen zu Hause haben. Eines davon trägt zum Beispiel den Titel „Zeit ist keine Torte“.

Ein besonderes interessantes Buch für Jugendliche, die sich auch für Geschichte interessieren, ist Welshs 1988 im Czernin-Verlag erschienenes „In die Waagschale geworfen“ – ein Buch über Widerstand gegen das NS-Regime, für dessen jüngst erschienene zweite Ausgabe ich ein Vorwort geschrieben habe.

Heinz Fischer ist Bundespräsident a.D.

 


Mavi Phoenix: „Schulgeschichten vom Franz“ von Christine Nöstlinger

„Schulgeschichten vom Franz“ war eines der ersten Bücher, die ich selbst gelesen habe. Noch heute muss ich mit einem Schmunzeln daran zurückdenken. Ich habe es irgendwann in der Volksschulzeit geschenkt bekommen, ich glaube in der zweiten Klasse. Ich fand es immer sehr lustig und auch nachvollziehbar, so wie fast alle von Christine Nöstlingers Geschichten. Der Franz war halt so ein richtiger „Anti-Hero“, und ich hab immer mitgefiebert, dass alles gut für ihn ausgeht. Ich hab jetzt auch direkt Lust, es wieder zu lesen. Buchempfehlung geht raus an Jung und Alt.

Mavi Phoenix ist eine österreichische Sängerin

 


Mirjam Unger: „Das kleine Ich bin ich“ von Mira Lobe

Kinderbücher waren in meinem Leben immer lebenswichtig. Meine Mutter ging mit uns jede Woche in die Bücherei. Wir Kinder gaben die gelesenen Bücher zurück, nahmen uns neue, und oft nahmen wir uns auch welche wieder, die wir schon gut kannten. Wir nahmen sie noch einmal, um sie fast zu besitzen oder auch um sie wieder und wieder zu lesen, weil sie so wichtig waren für die Seele. Das eine, eines meiner wichtigsten Bücher bis heute, das war „Das kleine Ich bin ich“ von Mira Lobe und Susi Weigel. Mir war damals nicht bewusst, dass hier eine neue Generation an Autorinnen am Start war, antifaschistisch arbeitete, auch feministisch wirkte. Ich las dieses Buch, und intuitiv gehörte es mir. Da verstand mich jemand. Ja, so ging es mir auch. Über die Suche nach Zugehörigkeit, nach Freunden und Gleichgesinnten, der Frage nach Massenkompatibilität konnte und kann ich bis heute nachdenken mit der Parabel vom kleinen „Ich bin ich“ im Kopf.

Als kulturell zusammengewürfeltes Kind aus jüdisch-zionistischer-israelisch-wienerischer Heurigenfamilie mit Schulbesuch im französischen Lycée erlebte ich in mir eine Mischkulanz, die vor allem andere verwirrte. Für so viele andere Kinder im Hof schien vieles so einfach. Aber ich, wer war ich? Feste, Riten, Sprachen, bei uns war alles anders. Als Kind fühlte ich mich zuhause normal, aber schon bei der Sandkiste war ich verunsichert.

Das „Ich bin ich“ gab mir Mut, Sprache, Erleichterung und Kraft für meinen eigenen Weg. Ich konnte ihn gehen, auch wenn ich mitbekam, dass er nicht „normal“ war. Und natürlich habe auch ich das „Ich bin ich“ laut Anleitung unterm Buchdeckel mithilfe meiner Mutter im Kinderkrankenbett mal genäht und gebastelt. Ich habe es bis heute aufbewahrt. Es verlinkt mich in der Sekunde zu dem kleinen Mädchen von damals, das durch das kleine „Ich bin ich“ auf die Freiheit hingewiesen wurde, alles sein dürfen, was es in sich fühlte, und gar nicht so sein musste wie alle anderen auch.

Mirjam Unger ist Filmregisseurin und Drehbuchautorin

 


Johannes Kopf: „Die unglaubliche Geschichte von der Riesenbirne“ von Jakob Martin Strid

In der Überzeugung, es wäre nicht recht, die eigenen Kinder aus reiner Bequemlichkeit nur mit jener Kinderliteratur aufwachsen zu lassen, die uns selbst verzauberte und die im Regal steht, entdeckte ich über den wegfliegenden Herrn Rumpelpumpel (ebenfalls empfohlen) „Die unglaubliche Geschichte von der Riesenbirne“, ebenfalls von Jakob Martin Strid.

Der dänische Autor und Cartoonist „klaut“ dabei Roald Dahls Idee einer Reise mit einem Riesenpfirsich (1961) und lässt das Freundespaar Mika und Sebastian zusammen mit Professor Glykose vom Atominstitut in einer Riesenbirne auf eine höchst abenteuerliche Suche nach dem verschwundenen Bürgermeister gehen. Die vom Autor gezeichneten Illustrationen lassen auch beim mehrmaligen Lesen nette Details entdecken, die Pädagogik im Umgang mit dem bösen Vizebürgermeister zeigt jene wunderbare Großzügigkeit, die wir unseren Kindern gegenüber selbst auch öfters haben sollten, und abschließend wird sogar die Frage beantwortet, was danach geschah.

Johannes Kopf leitet das Arbeitsmarktservice Österreich

 


Martin Thür: „Vorhölle“ von Felice Holman

Aremis Slake. Was für ein seltsamer Name. Ein 13-jähriger Teenager, kurzsichtig, klein und auch sonst irgendwie nie richtig vorne mit dabei, schlägt sich durch das New York der 70er-Jahre. Als er wieder einmal fliehen muss, vor den Gangs, die ihn verfolgen genauso wie vor dem U-Bahn-Wärter, versteckt er sich in einer kleinen Höhle im Tunnel der U-Bahn. Dort wohnt er nun, verkauft gebrauchte Zeitungen als neu, um zu überleben, macht die U-Bahn-Station zu seinem neuen Zuhause. Er freundet sich mit dem Personal unter Tage an, kommt irgendwie über die Runden, kann bleiben, wo er ist. Die New Yorker U-Bahn, für mich als Kind so fremd wie der Mars oder der Bahnhof von Hogwarts, als Sinnbild für eine andere Welt, in der jeder seinen Platz finden muss. Eine kalte, dunkle Höhle, eine Ratte als Freund. Alles ist besser, als wieder nach oben zu müssen. Teenage-Angst auf 117 Seiten. Ein Buch wie die Pubertät, ohne Blümchen und Schmetterlinge, aber am Ende geht es wieder aufwärts.

Martin Thür ist ORF-Moderator

 


Asma Aiad: „Good Night Stories for Rebel Girls“ von Elena Favilli

Ich hatte nie wirklich ein Lieblingsbuch. Ich kann mich vielmehr an ganz viele Geschichten erinnern, die meine Mutter meinen Geschwistern und mir vorgelesen und erzählt hat. Da ging es um Menschen und Handlungen, die mir und meiner Realität ähnelten, einem Mädchen aus Fünfhaus mit ägyptischen Wurzeln. Das habe ich nicht in den Büchern, die ich in der Schule gelesen habe, gefunden. Mein Leben, Menschen, die wie ich ausschauen, wie ich heißen, wie ich leben. Umso interessanter finde ich es, heute darüber zu reflektieren und über die Repräsentation von Vielfalt in Kinderbüchern nachzudenken und auch zu sehen, dass sich da schon sehr viel getan hat und es tolle Bücher gibt. Wenn ich also heute der achtjährigen Asma ein Buch empfehlen würde, dann wäre es „Elif und Clara“ von Adis Šerifović, und mit zehn hätte ich mir „Rebel Girls“ geschenkt, ich hätte es geliebt.

Die Fotografin und Bloggerin Asma Aiad beschäftigt sich vor allem mit den Themen Frau im Islam und Feminismus im Islam

 


Irmgard Griss: „Dr. Dolittle und seine Tiere“ von Hugh Lofting

Mein liebstes Kinderbuch war „Dr. Dolittle und seine Tiere“ des englischen Schriftstellers Hugh Lofting. Ich bin ja auf einem Bauernhof aufgewachsen. Tiere gehörten da einfach dazu. Wir hatten ein Pferd, Kühe, Kälber, Schweine, Hühner, Enten, Katzen und einen Hund. Sie waren mir von klein auf vertraut. Zu gern hätte ich gewusst, was sie „denken“. Vielleicht hat mich Dr. Dolittle deshalb so fasziniert. Die Sprache der Tiere zu verstehen, mit ihnen reden zu können, musste ganz wunderbar sein. Dazu seine Reise nach Afrika, seine mit viel Klugheit bestandenen Abenteuer, die Hilfe für die kranken Tiere, das alles – so würde ich es heute sagen – wärmte mir das Herz und regte meine Fantasie an. Der Wunsch zu lernen, vor allem Sprachen zu lernen, zu reisen, Neues kennenzulernen, hat mich mein ganzes Leben motiviert und inspiriert. Und ich habe Dr. Dolittle natürlich auch meinen Kindern „vorgestellt“. Bis sie lieber selber lasen, als gemeinsam zuzuhören, war Vorlesen Teil unseres fixen Abendprogramms.

Irmgard Griss war Präsidentin des Obersten Gerichtshofes und ist derzeit noch Neos-Abgeordnete

 


Luna Al-Mousli: „Der kleine Stern“ von Annette Langen, Rolf Fänger
und Ulrike Möltgen

Meine Schwester, mein Bruder und ich lagen mit geputzten Zähnen und gewaschenen Füßen im Bett. Wir warteten, bis Mama das große, dunkelblaue Buch holte. Welche Geschichte wird’s sein? „Der Mond im Zirkus“ oder doch „Nicolas Schatz“? Das Buch „Der kleine Stern – die schönsten Geschichten und Gedichte zur Guten Nacht“ von Annette Langen, Rolf Fänger und Ulrike Möltgen kannten meine Geschwister und ich fast auswendig. Die Geschichten hatten die richtige Länge. Lächelnd schlossen wir unsere Augen und wanderten in eine Welt mit einem sprechenden Mond und einem müden Polizisten. Durch unseren Umzug von Damaskus nach Wien verloren wir das Buch und somit auch ein Ritual. Doch Mama war so hartnäckig und suchte eifrig nach dem bereits vergriffenen Buch und fand es Jahre später in einem Secondhandladen wieder. Obwohl wir nun aus dem Alter rausgewachsen sind, sind wir wieder die Kinder von damals, wenn Mama vorliest, nur mit Weisheitszähnen.

Die Autorin Luna Al-Mousli, in Melk geboren, verbrachte ihre Kindheit in Syrien, der Heimat ihres Vaters. Als sie 14 war, zog die Familie nach Österreich. Für ihr Buch „Eine Träne, ein Lächeln“ hat sie 2017 den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis gewonnen

 


Fritz Jergitsch: „Der alte und der junge und der kleine Stanislaus“
von Vera Ferra-Mikura

Tiefenentspannt segeln der alte Stanislaus und der junge Stanislaus und der kleine Stanislaus mit ihrem Papierschiff neuen Abenteuern entgegen. Weniger tiefenentspannt dagegen jene Mutter, die das mit kunstvollen Wortwiederholungen schwer übersättigte Buch vorlesen muss. Gebannt hängen beide Kinder an ihren entnervten Lippen und hören, wie der alte Stanislaus und der junge Stanislaus und der kleine Stanislaus ein Kätzchen aus dem Fluss retten. Unter großen Qualen rezitiert die Mutter die Heldentaten des alten Stanislaus und des jungen Stanislaus und des kleinen Stanislaus und stemmt sich mit den letzten Resten ihrer geistigen Resilienz gegen die Psychose. Gerne hätte sie ein der geistigen Gesundheit zuträglicheres Buch vorgelesen. Doch scheiterten alle Alternativvorschläge an den überzeugenden Gegenargumenten der Kinder (lautes Geschrei). Noch heute, so sagt die Legende, erscheinen ihr der alte Stanislaus und der junge Stanislaus und der kleine Stanislaus im Traum und verfolgen sie mit ihrem Papierschiff, bis sie schweißgebadet aufwacht.

Der Satiriker Fritz Jergitsch hat u.a. die Tagespresse gegründet

 


Danielle Spera: „Die Sache mit dem Heinrich“ von Mira Lobe

Die Bücher von Mira Lobe haben mir meine Eltern mitgegeben, in deren kommunistischem Umfeld wurde Lobe ja früh rezipiert. Mein Vater übertrug mir auch seine Liebe zum Werk Jura Soyfers, dessen Gesamtausgabe er mir aus der DDR mitbrachte. Als Kind habe ich von Mira Lobe fast alles gelesen. „Die Sache mit dem Heinrich“ ist ein besonderes Buch, denn es ruft zu Zivilcourage auf. Die kleine Julia sieht im Turnunterricht, dass ihr Mitschüler Heinrich Striemen am Rücken hat. Dass er geschlagen wird, wissen alle, helfen will niemand. Die Mitschüler, die Lehrer, Julias Eltern, alle blocken ab. Julia will sich damit nicht abfinden, obwohl sie fast daran verzweifelt, dass ihr niemand zu Hilfe kommt. Mira Lobe, und natürlich Erich Kästner, haben wir dann auch an unsere Kinder weitergegeben. Bücher wie „Die Omama im Apfelbaum“ standen bei unseren Kindern im Regal. Am Abend habe ich ihnen „Jewish Bedtime Stories“ vorgelesen. „Die Sache mit dem Heinrich“ wäre zum Schlafengehen vermutlich zu aufwühlend gewesen.

Danielle Spera leitet das Jüdische Museum Wien

 


Judith Kohlenberger: „Mini ist die Größte“ von Christine Nöstlinger

Eines meiner ersten selbstgelesenen Bücher war Christine Nöstlingers „Mini ist die Größte“. Als kleines Mädchen war Mini für mich eine wichtige Identifikationsfigur. Nicht nur war ich ihr optisch ähnlich – lang, dünn und sommersprossig –, ich fand mich auch in ihrer Persönlichkeit wieder, wird sie doch als wunderbar widersprüchlich beschrieben: mal ein bisschen vorlaut, mal ein bisschen schüchtern. Mal kratzbürstig und widerspenstig, dann wieder schmusebedürftig und sanft. Heute würde ich das als fluides, postmodernes Identitätskonzept bezeichnen, welches das essenzialistische Ideal der Aufklärung infrage stellt, damals gab es einfach wieder, wie ich mich als Heranwachsende Mitte der 90er fühlte. In „Mini ist die Größte“ möchte Mini gerne mal ein bisschen bewundert werden, so wie alle anderen Kinder ihrer Klasse auch: Maxi kann wunderschön singen, Michi ist ein toller Schwimmer und Dani spielt sehr gut Klavier. Nur Mini kann gar nichts – bis sich bei einer Theateraufführung ihrer Schule die Chance bietet, spontan für die erkrankte Hauptdarstellerin einzuspringen … „Mini ist die Größte“ zeigt, wie erfüllend es ist, seine Begabung zu kennen und ausleben zu dürfen. Und dass man stolz sein darf auf etwas, das man richtig gut kann. Das fällt bekanntlich auch uns erwachsenen Frauen oft ein wenig schwer, und da schadet es nicht, sich schon als kleines Mädchen von der großartigen Mini inspirieren zu lassen.

Judith Kohlenberger ist Migrationsforscherin an der Wirtschaftsuniversität Wien

 


Christoph Badelt: „Die Geheimnisbücher“ von Enid Blyton

Meine liebsten Kinderbücher waren die „Geheimnisbücher“ von Enid Blyton, in denen die sechs „Spürnasen“ (fünf Kinder und ein lieber kleiner Hund) mysteriöse Vorfälle in ihrer Ferienwelt untersucht und auch aufgeklärt haben. Und dies, obwohl der Dorfpolizist Grimm, den sie sehr passend als „Wegda“ bezeichneten, ihre Arbeit stets behinderte. Ich bin mit den Spürnasen seelisch in eine Welt der spannenden Abenteuer eingetaucht, habe mich mit ihnen über Wegda geärgert, habe die Kameradschaft in der Gruppe erlebt, mich über den besonders vorwitzigen „Dickie“ manchmal geärgert, ihn manchmal aber auch bewundert und war schließlich froh, mit dem hochrangigen Polizeiinspektor Jenks einen echten väterlichen Freund zu haben. Ich habe in diesen Büchern gelesen, wann immer auch nur eine Viertelstunde dafür zur Verfügung stand. Und in meiner Fantasie habe ich all die Abenteuer, die die Spürnasen hatten, miterlebt. Denn Abenteuer dieser Art sind für einen Buben etwas ganz Wunderbares.

Christoph Badelt leitet das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung

 


EVA KONZETT | STADTLEBEN | FALTER 35/19





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