The future is female: Ein guter Konzertabend


KATHARINA SEIDLER

31.01.2019

Ein Konzertfreitag im Zeichen der Zukunft: Unser Abend beginnt bei einem Showcase des Labels Mom I made it im Flex. Dort beweist sich die junge Sängerin und Rapperin KeKe als Hoffnungsträgerin des Cloud-Rap. „Alles, was du lernen musst, mach ich nach Gefühl“, singt KeKe – abrasierte Haare, Bauchfrei-Top und jede Menge gutes Selbstbewusstsein – und bringt damit eine erfrischende Prise Feminismus in die heimische Cloud-Rap-Szene. Im Celeste findet zeitgleich das herrlich buntgemischt gebuchte Winterfest statt, wir haben es also eilig. Coco Bechamel, früher bekannt als MC Rhine an der Seite der durchgeknallten Popexzentriker Koenigleopold, zieht dort ihr ausgefallenes und witziges Liveset rund um improvisierte Lyrics über ihre Nussallergie auf. Rosa Anschütz sendet Nebelschwaden aus verhalltem Geisterpop durch den Raum und Ursula Winterauer baut als Gischt mit Bass und Rhythmus-Kasteln Zeitlupentechno mit viel Textur. „I’ve seen the future and it will be“, sagte einst Prince. Wir setzen heute fort: „Awesome.“

VORSCHAU

DONNERSTAG (31.1.): Die Reihe The Future bekommt zu ihrem ersten Geburtstag im Au Weirdo-Dreampop-Ständchen von Johnny Geiger und Wavepop-Exzentrik von The Boiler aka Ana Threat.

FREITAG: Die brillante Londoner Rapperin Paigey Cakey lässt bei Femme DMC in der Camera die Korken knallen. Sedvs, Kobermann und Scirox verwandeln Das Werk in einen Bunker für Techno und andere rohe Sounds, im Flex werkt Edit Select aus dem Hause Ostgut Ton ebenfalls an der Techno-Front. Der Clubmusik-Riese Marco Carola besucht das Horst, und die ItaloBros motivieren das Sass mit muskulösem Techhouse. Manuel Dolp und Boogaloo Steve servieren dem Luster Disco, Masha Dabelka und Roman Rauch spannen im Celeste Verbindungslinien zwischen House und Disco, im Club U lädt man zur Queer Crisp Eklextasy mit Italo-Disco-Special. Im Fluc gibt es derweil beim Journey to Tarab-Ball Deep House und Glitzer.

SAMSTAG: Die Reihe Acid Lambada startet im Rhiz mit einem Set der Münchner Disco-Boys Damnitdisco, im Au erklingen Afrobeats von MP Flapp und Mark Oni. Das rumänische Microhouse-Duo Raresh & Praslea aka Prâslesh bringt die Forelle zum Schwingen.


Flyer der Woche ausgesucht von Lisa Kiss

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