Being Special: Sophia Kennedy und die Liebe

KATHARINA SEIDLER | 7. DEZEMBER 2017   

Im Dezember noch schnell ein Konzert des Jahres erleben. Bei den Erich Fried Tagen im Literaturhaus fanden unter dem Überthema „Reden über die Liebe“ allerlei Lesungen und Diskussionen statt, auch zur Popmusik gab es Anknüpfungspunkte. Am Freitag sprach etwa Clara Luzia über die Verbindungen von Lyrik und Lyrics und spielte ein Solokonzert vor einem mucksmäuschenstill ihren Texten lauschenden Publikum. Zum Abschluss des Tages gab dann die in Hamburg lebende US-Musikerin Sophia Kennedy ihre Österreich-Premiere. Auf DJ Kozes Label Pampa Records hat sie im Frühjahr ein fantastisches Album zwischen dramatischem Piano-Pop und mitreißenden Tanzmusik-Balladen veröffentlicht; live bediente ihr musikalischer Partner Mense Reents die Sampler und Rhythmusmaschinen, während Kennedy in die Klaviertasten griff und mit durchdringender Stimme Liebes-Weisheiten wie diese sang: „My shoes are only pretty if they’re walking towards you“: Strahlende Gesichter, komplette Glückseligkeit.

VORSCHAU

DONNERSTAG (7.12.): Im Curtain gibt’s Post-Clubmusik von Fauna und Coco Bechamel. Al Bird Dirt und Dent legen den Fokus im Espresso Burggasse auf österreichische Exotica-Platten, während der New Yorker Madteo im Sub Techno dreimal um die Ecke denkt. Der Kolumbianer Sano lockt mit „Latino Body Music“ ins Rhiz, im Celeste geht es von Turboboogie zu Afrobeat, in der Fluc Wanne ist der Detroiter Rapper Guilty Simpson zu Gast und in der Grellen Forelle das schwedische Synthpop-Duo Priest.

FREITAG: Musique Concrète und Ambient erklingen bei Cam Deas und Dino Spiluttini in der Alten Schmiede. Ana Threat und The Boiler releasen in der Schönbrunner Straße 6 eine Split-Kassette voll düsterem Lo-Fi-Garagenzeug, Mala Herba präsentiert im Au hypnotischen Darkwave, im Sub steigt ein Noise-Rave-Hardtekk-Mayhem, und in der Auslage schwelgt Love over Entropy in romantischem House.

SAMSTAG: Die Chicagoer House-Göttin The Black Madonna holt ihren verpassten Schlaflos-Gig vom Frühjahr in der Pratersauna nach, Pär Grindvik serviert Techno in der Grellen Forelle und Konent und Funky Notes vollführen instrumentale Hip-Hop-Kunststücke im Celeste. Eva Geist vereint im Sub spooky Synthpop und dunkle Clubmusik, Jarreau Vandal schlägt in der Fluc Wanne Brücke zwischen R’n’B-Pop und Hip-Hop und der alte Techhouse-Hase Eddie Richards bringt das Sass zum Hüpfen.


Flyer der Woche ausgesucht von Lisa Kiss




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