Gesunde Luft! Schlechte Luft macht dumm.

Seuchenkolumne. Nachrichten aus der vervirten Welt 479


ARMIN THURNHER

27.07.2021

Heute geißelt Epidemiologe Robert Zangerle einen festlichen Moment im Leben Österreichs, der demonstrativ die Pandemie ignorierte: die Eröffnung der Bregenzer Festspiele. Es geht um die Luft, die wir atmen. Aerosole sind das Thema Nummer Eins bei der Übertragung der Delta Variante. Studien zeigen außerdem, dass schlechte Luft uns dümmer macht. A.T.

»Wir können und sollten schon mehr tun, als nur den Impffortschritt voran zu treiben, so zum Beispiel den Kulturkampf gegen die Maske ad acta legen und sie dort verwenden, wo sie Sinn macht, das ist in Innenräumen, wenn es dort zu viele Menschen und/oder zu enge Abstände gibt. Das Paradebeispiel, wo dieser Kulturkampf wirklich ausgetragen wurde und wo der darin enthaltene Begriff Kampf nicht ohne Berechtigung verwendet werden kann, ist die Eröffnung der Bregenzer Festspiele vom 21. Juli, am späten Vormittag. Die Salzburger Festspiele begannen zwar auch so, kratzten aber dann doch die Lernkurve und machten am 19. Juli das Tragen der FFP2-Maske für jede Besucherin und jeden Besucher in allen Spielstätten – ohne diesbezügliche Empfehlung der Hoheitsverwaltung – verpflichtend. Am Samstag zuvor trug ein Mann während der „Jedermann“ Veranstaltung SARS-CoV-2 in sich, wusste davon aber nichts. Er wurde als K2 Kontaktperson bei Vollimmunisierung (die Exaktheit dieser Angabe wurde nie infrage gestellt) getestet, aber die Behörde erlegte ihm keine Bewegungseinschränkung auf. Darüber waren nicht Wenige ganz baff, ich sehe das durchaus als korrekt an. Bitte Kirche im Dorf lassen, die Mehrheit der Bezirksverwaltungsbehörden (inklusive Statutarstädten) hätten in dieser Situation nicht einmal einen Test gemacht. Eine Bekannte von mir besuchte an diesem Tag auch den Jedermann, sie setzte dort, wo sie enge Abstände wahrnahm, sofort eine FFP2 Maske auf.

Die Bregenzer Festspiele waren jedoch von der Sicherheit der 3G Regel so überzeugt, vor allem von deren Vorarlberger Interpretation , dass der Schwenk in Salzburg für die Lernkurve außer Acht gelassen wurde. Zwei Stunden fanden sich 1600 Personen abstands- und maskenlos (deutlich unter 5% trugen eine Maske) bei Kaiserwetter im Festspielhaus ein. Dass dies so in nur wenigen Plätzen Europas so möglich gewesen wäre, hat wahrscheinlich zu dieser demonstrativ entspannten Atmosphäre beigetragen. Gar nicht wenige waren damit nicht einverstanden und kritisierten diesen Auflauf. Besonders auffällig darunter die unbarmherzige Glosse Die Ignoranz der Geimpften  von Claus Pándi. Er konnte seinen Interessenskonflikt aber kaum verbergen, schließlich verdient er sein Brot in Salzburg. Überspitzt könnte man die Eröffnung auch als Arroganz der Provinz interpretieren, ist dem gebildeten Publikum doch bewusst, dass die Pandemie ausgerechnet jene am härtesten trifft, die schon vorher wenig zum Leben hatten. Als ob man ein Zeichen gegen eine gerechtere Welt setzen wollte, und nicht zuletzt natürlich auch eine Marke gegen Salzburg. Auf der Webseite der Bregenzer Festspiele wird kein einziges Wort zu Corona verloren, während Salzburg mit einem eigenen Menüpunkt „Prävention“ das vorbildlich löst.

Mit Provinz ist Haltung, nichts Regionales, gemeint, so wie ein Artikel von Anfang März 2020 über Panik im Falter interpretiert werden kann , ganz im Gegensatz zu einem am gleichen Tag erschienen Artikel zum gleichen Thema im New Yorker . Im ersten roch es förmlich nach Provinz (Weltabkehr), während man im zweiten über die verschiedenen Formen von Panik aufgeklärt und gleichzeitig auf den Stand bei Covid gebracht wurde.

Wieso mich das alles aufregt? Vor allem, weil man Gelegenheiten ungenützt verstreichen ließ und Manches nicht beim Schopf packte. Ganz nebenbei hätten wir von der Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer auch gerne erfahren, woher sie die Information hat, dass auf Kunst hätte verzichtet werden sollen. Andererseits wollen wir da auch nicht zu streng sein, sonst könnte sie tatsächlich mit Fug und Recht behaupten, dass man ihr das Menschsein vergällen will („Ohne Kunst können wir überleben, aber unser Menschsein kann das nicht“).

Interessieren würde mich die Belüftung im Bregenzer Festspielhaus. Von den Salzburger Festspielen weiß man nämlich, dass sie vor der Sommersaison 2020 große Anstrengungen unternommen haben, alle Anforderungen an eine ausreichende Frischluftzufuhr zu erfüllen. Von den Bregenzer Festspielen wissen wir dazu nichts, auch eine diesbezügliche Mail blieb unbeantwortet. Wie hoch war die CO2 Konzentration im Bregenzer Festspielhaus, zu Beginn der Eröffnung und am Ende? Man gibt diesen Wert als Verhältnis der Zahl der Kohlendioxid-Moleküle auf 1 Million Luftteilchen (parts per million, ppm) an. Die Außenluft hat üblicherweise eine CO2-Konzentration von etwa 400 ppm, wie nahe kam der Wert im Bregenzer Festspielhaus diesem Wert? Oder anders gefragt, um wieviel überstieg die Konzentration im Haus diesen Wert, wie „abgestanden“ war die Luft dort?

Man hätte es ja leichter gehabt als dieses japanischen Multiplex-Kino, das Werte für alle 10 Säle auflisten muss, im Bregenzer Festspielhaus hätten es 2-3 Messwerte getan (ganz oben, ganz unten).

Was sagen diese CO2 Werte aus? Woher kommt das CO2? Am stärksten verunreinigt wird die Innenraumlauft durch den Menschen selbst – davon war schon der Münchner Chemieprofessor Max von Pettenkofer überzeugt. In seinem 1858 erschienen Buch „Über den Luftwechsel von Wohngebäuden“ vertrat er die These, dass Luftverschmutzung durch eine gute Reinigung von Gebäuden deutlich reduziert werden kann. Nicht gänzlich zu vermeiden sei jedoch eine Kohlendioxidbelastung durch die ausgeatmete Luft der Bewohner und die Stoffabgabe über deren Haut, schrieb von Pettenkofer, der als erster Hygieniker Deutschlands gilt . Als oberen Grenzwert für eine ausreichende Luftqualität definierte er eine Zunahme des Kohlendioxidgehalts im Vergleich zur Außenluft um 0,1 Volumenprozente. Das entspricht 1000 Kohlendioxid-Molekülen auf 1 Million Luftteilchen (parts per million, ppm). Die sogenannte Pettenkofer-Zahl galt lange als Maßstab zur Bewertung der Innenraumluft.

Erst in jüngster Zeit wurde sie von differenzierteren Klassifikationen abgelöst. Die seit 2008 zum Beispiel in Deutschland geltenden Leitwerte für Kohlendioxidkonzentrationen in der Innenraumluft unterscheiden zwischen „hygienisch unbedenklich“ (bis 1000 ppm), „hygienisch auffällig“ (bis 2000 ppm) und „hygienisch inakzeptabel“ (ab 2000 ppm). Dabei dienten diese Klassifikationen ausschließlich als Messgröße für die Beurteilung der Belüftung und als indirektes Maß („proxy“) für die Qualität der Innenraumluft. Kohlendoxid (CO2) selber wurde immer für unbedenklich gehalten. Diese Haltung bröckelt durch neuere Untersuchungen gewaltig. Neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass steigende CO2-Konzentrationen in Innenräumen zu kognitiven Beeinträchtigungen führen können. Eine Arbeitsgruppe vom Berkeley Lab hat 2012 in einer kleinen, aber sehr durchdachten Studie gefunden, dass Prozesse wie Entscheidungsfindung und Planung (initative/basic strategy) davon besonders betroffen sind, siehe blaue Kreise in der Grafik:

Zwei weitere wichtige Studien stammen von einer Arbeitsgruppe der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston. In der einen untersuchten sie in einer simulierten Bürowelt (insgesamt 6 volle Arbeitstage) Probanden, denen die jeweiligen atmosphärischen Bedingungen nicht mitgeteilt wurden. Die Bedingungen simulierten in einem (Labor)-Büro ein konventionelles und ein grünes Gebäude. In der Simulation des grünen Büros waren keine flüchtigen organischen Verbindungen (VOC, volatile organic compounds) zugegen. Sie fanden, dass VOC und CO2 unabhängig voneinander mit einer Einschränkung von kognitiven Leistungen assoziiert sind. Dann untersuchten sie noch Piloten am Flugsimulator mit unterschiedlichen Anteilen von CO2, und fanden eine Beeinträchtigung bei leicht erhöhten CO2 Werten (1500 ppm), wenn die gestellte Aufgabe schwierig war, nicht jedoch bei leichten Schwierigkeiten.

Wir alle kennen das Gefühl: Wenn man zu lange in einem stickigen, überfüllten Raum sitzt, fühlt man sich bald müde und angeschlagen. CO2 spielt die wesentliche Rolle!

In genutzten Innenräumen hängt die CO2-Konzentration im Wesentlichen von folgenden Faktoren ab:

  • Anzahl der Personen im Innenraum,
  • Raumvolumen,
  • Aktivität der Innenraumnutzer (körperliche Schwerarbeit, Singen).
  • Zeitdauer, die Raumnutzer im Innenraum verbringen,
  • Verbrennungsvorgänge im Innenraum,
  • Luftwechsel bzw. Außenluftvolumenstrom („Frischluftzufuhr“).

Der CO2-Gehalt in geschlossenen Räumen kann erheblich höher sein, als im Freien. Zwar sorgt die Gebäudebelüftung typischerweise für einen Ausgleich hoher CO2-Werte, aber es gibt Situationen, in denen es zu viele Menschen und nicht genug Frischluft gibt, um das CO2 zu verdünnen. CO2 kann sich auch in schlecht belüfteten Räumen über längere Zeiträume hinweg ansammeln, zum Beispiel auch über Nacht in Schlafzimmern oder selbst bei stundenlangem Sitzen am Schreib- oder Arbeitstisch („CO2 Bubble“). Ganz junge und ganz alte Menschen verbringen besonders viel Zeit in Innenräumen und verlassen diese oft tagelang nicht. Ach ja, Bibliotheken waren geschlossen, obwohl sie meist zu den sichersten Orte gehören (Stille!).

Und was hat CO2 jetzt mit Covid zu tun? Für die Übertragbarkeit von SARS-CoV-2 sind und bleiben die CO2 Werte Proxys („Surrogat Marker“ würde der Kliniker sagen). Generell gilt, je niedriger der CO2 Wert, umso niedriger die Viruskonzentration. Der beste CO2 Wert in Innenräumen nützt aber nichts, wenn man als Ungeimpfter einer infizierten Person zu nahe kommt und keine Maske trägt – so wie letztlich auch im Freien. (Kennen wir nicht alle die – vielen – Menschen, die uns beim Reden unbewusst und ungewollt immer näher kommen? Distance impossible.) Eine Übertragung zwischen zwei geimpften Personen ist eine seltene Ausnahme. Das ist bei Delta annähernd auch so, wenngleich das exakte Wissen dazu fehlt. Zur Reduktion der Infektion (auch wenn die nur 40-50% betragen würde) kommt additiv die Reduktion der Übertragung durch niedrigere Viruskonzentrationen dazu.

Die Virusvariante Delta ist doppelt so ansteckend wie das ursprüngliche Virus vom Frühjahr 2020, der basale Reproduktionsfaktor R0 wird deshalb auf 6 geschätzt wird (Schätzungen von 5-8). Da muss die Diskussion um die Sicherheit von Innenräumen schon mit großer Ernsthaftigkeit geführt werden. Das ist ein Weckruf, die Übertragung durch Aerosole in den Mittelpunkt zu rücken! Die Belüftung gehört auf die Agenda. Und Umluft gehört schlichtweg untersagt (nicht nur im Schulbus). Es geht um Frischluftzufuhr. Auch bei der Aerosol-Übertragung spielt im Alltag die Short Range Airborne Route die wesentliche Rolle. Bei außergewöhnlichen Umständen, den Superspreading Events wie in mehreren (!) Großdiscos und Clubs in den Niederlanden oder kleineren in Fitness Studios in Kopenhagen spielen die Long Range Airborne Route die entscheidende Rolle (in Holland wurde durch Vernebelung der Aerosoleffekt verstärkt). Schluss der Debatte, keine Diskussion um Sicherheit der Après-Ski-Lokale!

Zuletzt gab es eine Diskussion über die Anschaffung von Luftfiltern für Schulen und Kindergärten. Luftfilteranlagen mit HEPA Filtern machen in bestimmten Situationen sehr viel Sinn (z.B. in Ordinationen). Geräte können aber auch so viel Lärm machen, dass es sein kann, dass durch das lautere Sprechen mehr Aerosole abgegeben werden, als der Luftreiniger verringern kann. Das Wort Luftfilter kam in den fast 80 Kolumnen nie vor. Zufall? Nach Peter Trapler, Leiter des Arbeitskreises Innenraumluft im Bundesministerium für Klimaschutz, stellt ein unreflektierter, flächendeckender Einsatz von Luftreinigungsgeräten in Kindergärten, Schul- und Unterrichtsräumen, wie es derzeit angedacht wird, keine sinnvolle Infektionsprophylaxe dar, sondern ist eine weitgehend wirkungslose Beruhigungspille für besorgte Eltern.

Wirklich Sinn machen würde die Anschaffung von tragbaren CO2 Sensoren, im Umgang mit diesen Geräten böte sich die qualifizierte Möglichkeit

  • Information zu erhalten, die eine Entscheidung, einen Raum zu verlassen oder zu betreten, erleichtern
  • Lüften zu lernen (Feedback über die CO2 Werte)
  • Es könnten Räume (besonders in Schulen und Betrieben identifiziert werden, deren Luftqualität eine Nicht-Betreten oder den Einbau von Lüftungsanlagen erfordert

In Belgien müssen Restaurants, Bars, Fitnesscenter und andere öffentliche Orte einen gut sichtbaren CO2-Sensor installiert haben. Wenn die Sensoren einen Wert zwischen 900 und 1200 ppm anzeigen, müssen die Betriebe etwas unternehmen, um den Wert zu senken. Alle Werte darüber gelten als Verstoß gegen die Sicherheit. Das ist wissenschaftlich nicht ganz perfekt, weil z.B. bei hervorragender Luftfiltration auch höhere Werte möglich wären, aber ein exzellenter Ausgangspunkt! Da hat man verstanden, dass das Virus sich über Aerosole verbreitet und das auch ernst genommen. Ein Beispiel, dem wohl jedes andere Land folgen könnte, oder?

Wenn die Treibhausgase weiter unvermindert zunehmen, rechnet man damit, dass der Umwelt CO2 Wert von derzeit ungefähr 400 ppm bis zum Ende des Jahrhunderts auf 930 ppm steigt. Der CO2 Gehalt der Innenräume wird den CO2 Werten in der Umwelt folgen, das würde bedeuten, dass in einem typischen Klassenzimmer wo CO2 ausgeatmet wird CO2 Werte von 1400 ppm erreicht würden (ohne Spitzen, bei guter Ventilation!). Das sind Werte, wo die Konzentrationsfähigkeit zu leiden beginnt. Der Klimawandel könnte uns also auch dümmer machen. Wäre so ein Thema nicht ein hingeworfenes Hölzel für unseren Bundespräsidenten im Bregenzer Festspielhaus gewesen? Er überlässt das Wort zur Steinzeit dem Bundeskanzler.« R.Z.

Distance, hands, masks, be considerate!

Ihr Armin Thurnher

@arminthurnher

thurnher@falter.at


Zuletzt erschienen:

Nr. 585 O Lesy, o Lassie, näher zu dir! Eine Weihnachtsgeschichte. (27.11.2021)
Nr. 584 Herausgeben. Herausräumen. (26.11.2021)
Nr. 583 Ich mach mir solche Sorgen um mich, um Fidel Castro und das Rote Wien. (25.11.2021)
Nr. 582 Des klugen Katers Klage. Und ungesundes Essen. (24.11.2021)
Nr. 581 Über Linke, Corona-Leugner und andere Dissidenten (23.11.2021)
Nr. 580 Zu wenig, zu spät, zu schlampig: die Corona-Politik bleibt sich treu. (22.11.2021)
Nr. 579 Hundert Fragen, die den Winter auch nicht mehr retten. (20.11.2021)
Nr. 578 Erinnerung an Oswald Wiener (19.11.2021)
Nr. 577 Schluss mit dem Kanzlerschwindel! (18.11.2021)
Nr. 576 Übersetzungen aus Köstinger (17.11.2021)
Nr. 575 Ein Wort für Christoph Chorherr (16.11.2021)
Nr. 574 Wider den Covid-Beschiss und den Zynismus der Regierung. Was jetzt wirklich not tut. (15.11.2021)
Nr. 573 Die Spur des Geldes. Staatsoperette, heute aus dem Studio des Geheimsenders Schneckex-TV (13.11.2021)
Nr. 572 Im Herzen untüchtig, aber Volksesoterik satt. Kleine Reisegeschichte 3, und Schluss. (12.11.2021)
Nr. 571 Franz Schuh dürstet, und ich vergesse den Kater. Kleine Reisegeschichte, 2 (11.11.2021)
Nr. 570 Ich schaue auf Darmstadt, aber ich denke an den Kater. Kleine Reisegeschichte, 1 (10.11.2021)
Nr. 569 Meine Reise nach Darmstadt zwecks Lobpreisung des Franz Schuh (09.11.2021)
Nr. 568 Corona ist kompliziert. Aber auch einfach: wer zu lange wartet, braucht einschneidende Maßnahmen (08.11.2021)
Nr. 567 Die Versäumnisse der Politik. Und ihre nicht eingestandenen Absichten. (06.11.2021)
Nr. 566 Drei Sätze Stefan Weber. Eine Erledigung (05.11.2021)
Nr. 565 Wie ich in Österreich geistig vegetiere (04.11.2021)


Alle bisher erschienenen Kolumnen finden Sie hier.
Die bisher erschienenen Gastbeiträge des Epidemiologen Robert Zangerle finden Sie hier.