Impfanalphabeten in der Regierung: strunzdumm und wirtschaftlich ahnungslos

Seuchenkolumne. Nachrichten aus der vervirten Welt 384


ARMIN THURNHER

06.04.2021

In dieser Folge untersucht Epidemiologe Robert Zangerle die Argumentation der Regierung beim Impfen. Sowohl deren Fatalismus bei der Einhegung der Pandemie, der einen der wichtigsten Faktoren, die Betriebe, sträflich unterschätzt. Als auch das fortgesetzte Versagen beim Bestellen von Impfstoff, nun bei dem von Janssen. A.T.

»Schon wieder ist einer dem Papst zuvor gekommen. Man müsse „die Dinge hinnehmen, die wir nicht ändern können“, nämlich Virusmutationen und „Impfstoffe, die nicht geliefert werden“, so Bundeskanzler Sebastian Kurz in seiner Botschaft vom Ostersamstag. Er appellierte an alle, das Testangebot zu nützen und sich impfen zu lassen. Angesichts der momentanen Situation erinnert das ein wenig an Kabarett, wo auch mit wenigen Worten die Wirklichkeit entstellt wird. Virusmutationen entstehen, wenn sich Viren vermehren können. Österreich leistet da seinen ordentlichen Beitrag mit dem hohen Infektionsgeschehen. Zugegeben ein europäisches Problem.

„Dinge hinnehmen, die wir nicht ändern können“. Wenn man in die Bevölkerung reinimpft, in der auch das Virus in hoher Zahl zirkuliert, besteht zumindest die Möglichkeit, dass das Virus sich anpasst und Mutationen findet, die dieser wachsenden Immunantwort im Individuum entgegenwirken und die Impfung möglicherweise weniger wirksam machen. Sicher, das ist spekulativ, aber man sollte es jetzt nicht auf ein Wettrennen zwischen dem Virus und der Impfung ankommen lassen.

Ebenfalls hypothetisch bleibt die Möglichkeit, dass Virusvarianten in Personen mit geschwächtem Immunsystem selektioniert und mit weiteren Mutationen versehen werden, ein sehr seltenes Ereignis, weil auch immungeschwächte Personen eine Infektion mit SARS-CoV-2 meist schnell und effektiv eliminieren. Ein unterdrücktes Immunsystem kommt in vielen Situationen vor: bei Krebspatienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen, bei Menschen nach einer Organtransplantation oder bei Menschen mit Autoimmunkrankheiten, die Immunsuppressiva einnehmen.

Steckt sich eine solche Person mit dem Virus an, kann die Infektion in seltenen Fällen über längere Zeit andauern. Umso mehr Gelegenheit bietet sich dem Virus, mit der Bildung immer neuer Mutationen auszuweichen. Deshalb könnte man bei diesen Personen eine hohe Priorisierung für die Impfung nicht nur aufgrund des schweren Verlaufes sehen, sondern auch (zugegebenermaßen hypothetisch) aus der Perspektive der Evolution des Virus. Wieso aber wurden diese Betroffenen sehr spät oder immer noch nicht geimpft? Das hat schon Einiges mit dem Impfkonzept des Bundes und der Länder zu tun, wo Vereinbarungen mit den Ärztekammern allemal entscheidender waren, als Krankenhäuser, die in den meisten Fällen einen systematischen Zugang zu diesen Patienten haben oder mobile Impfteams damit betrauen. Selbst bei den extrem leicht zugänglichen Dialyse-Patienten hat das sehr, sehr lange gedauert. „Lassen Sie sich impfen!“, wie gepflanzt müssen sich da viele vorkommen, die das hören.

„Testangebot nützen“: Mit Massentests kann man Infektionen finden, die sonst unentdeckt bleiben würden, das ist schon richtig. Aber um in der Breite die Transmission zu reduzieren, muss man sehr, sehr, sehr intensiv testen, alle Personengruppen und oft genug. Im Februar gaukelte man sich und uns vor, man könnte damit große Lockerungen erkaufen. Diese Strategie bringt nicht so viel, solange die Rolle des Testens in den Betrieben unterschätzt wird. Das Testen in den Betrieben ist nicht einfach ein bloßer Teil der „Strategie testen“. Betriebe sind dabei zentral, besonders aus netzwerktheoretischer Sicht. Sie sind Knotenpunkte wie Schulen, weil sie viele Familien/“Haushalte“ verbinden. Das sagt auch ein Blick auf den Pendlerverkehr, den zentralsten und auch größten Mobilitätsfaktor, größer als das Shoppen und auch Freizeitaktivitäten (abgesehen von derzeit eh nicht stattfindenden Reisewellen). Aus all diesen Gründen wäre das Testen in den Betrieben so wichtig. Es geschieht aber „zu freiwillig“. Auch, weil unsere Regierung zwar ständig mit den Landeshauptleuten spricht, aber zu wenig oder nur einseitig mit den Sozialpartnern.

„Impfstoffe, die nicht geliefert werden“. Zuerst muss hier betont werden, dass Impfstoffe, die nicht bestellt wurden, nicht geliefert werden können. Und erst an zweiter Stelle die für Impfstoffe „üblichen“ Lieferschwierigkeiten. Die EU-Kommission teilte die bestellten Impfstoffe zwar präzise nach Bevölkerungszahl unter den Mitgliedstaaten auf. Einen Zwang, die Vakzine abzunehmen, gab es aber nicht. Einige Staaten haben der EU-Kommission weniger Impfstoffe abgenommen, als ihnen zugestanden worden war. Besonders von den teuren Impfstoffen von Biontech/Pfizer sowie von Johnson & Johnson blieben Dosen übrig. Diese Reste wurden den Ländern abermals angeboten. Unter anderem kaufte Deutschland in dieser zweiten Runde weitere Dosen und andere Länder aus dem oberen Teil der Liste mit den höchsten Bruttoinlandsprodukten in der EU, abgesehen vom kleinen Malta. Die folgende Grafik war Tischvorlage bei der Sitzung des Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten Ende März.

Dass die Impfstoffe nun also ungleich verteilt sind, liegt vor allem an den betroffenen Staaten selbst. Aber es kommt noch etwas hinzu: Die Staaten, die sparsam sein wollten, setzten vor allem auf den günstigen Impfstoff der Firma AstraZeneca. Doch ausgerechnet diese Firma hat Lieferschwierigkeiten. Davon sind nun vor allem die ärmeren Länder Osteuropas betroffen, wie auch das wohlhabende Österreich. Ein Trittbrettfahrerverhalten sondergleichen, hatte die Universität von Oxford doch dafür gesorgt, dass die ganze Welt einen erschwinglichen Impfstoff bekommt, dies war nämlich eine Grundbedingung für ihren Deal mit AstraZeneca. Ein beschämendes Verhalten Österreichs damals und heute.

Und nun standen plötzlich zehn Millionen zusätzliche Impfdosen von BioNTech/Pfizer zur Verfügung, die schneller geliefert werden konnten als vorgesehen. Österreich hat seinen Anteil an Bestellungen im 1. Quartal mit 91,9% sogar geringfügig übererfüllt, auch deshalb wäre Österreich auch nie in die Nähe gekommen, von irgendeinem europäischen Land dabei unterstützt werden zu müssen, „mehr“ als anteilsmäßig („pro rata“) zu erhalten. Diese 91,9% kann man einer Tischvorlage entnehmen, die ebenfalls dem Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten bei der Sitzung um die Verteilung der 10 Millionen zusätzlichen Dosen von BioNTech/Pfizer vorlag.

Sieben Millionen Dosen sollen nach dem üblichen Verteilschlüssel nach Bevölkerungszahl unter den Staaten verteilt werden. Die restlichen drei Millionen Dosen sollten an die fünf bedürftigsten Länder gehen, diese sollten mit dem Ausgleich auf 75,5% der „pro rata“ kommen (4. Spalte von links). Also ganz solidarisch war das Vorgehen nicht, man hätte da höher ausgleichen (90%?) oder auch besondere Hot Spots berücksichtigen können. Nach diesem Verteilungsschlüssel wären Österreich 139 100 Dosen aus den 10 Millionen zugestanden. Zu wenig für unsere Regierung, weshalb Österreich aus dem Solidaritätspakt vollständig ausstieg, um auf den üblichen Bevölkerungsanteil von 2% zu kommen (exakt 198.815). Slowenien hat vermutlich aus denselben Motiven gehandelt und noch weniger BioNTech/Pfizer und Moderna bestellt. Tschechien hat als drittes Land ebenfalls der Solidaritätsvereinbarung nicht zugestimmt, wobei der Grund dafür unverständlich bleibt. Wegen offensichtlich geringerer Impfstofflieferungen für Tschechien im 2. Quartal wären jetzt 142 940 Dosen zusätzlich vorgesehen gewesen, um auf eine Durchimpfungsquote von 45% zu kommen. Interessant ist, dass 167 202 + 142 940 eine leicht niedrigere Summe ergibt (310 142), als das, was jetzt gemeinsam mit bilateraler „Solidarität“ von Slowenien (10 000), Ungarn (40 000), Österreich (30 000) und dem tschechischen Anteil von 238 861 zusammen kommt (318 861). Corona-Visegrad als Weg wohin?

Noch zählt Österreich beim Impfen im EU-Vergleich fast zur Spitzengruppe. Doch im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wird sich unsere Situation von April an verschlechtern. Ab 19. April soll Janssen (Johnson & Johnson) größere Mengen Impfstoff liefern. Von diesem Vakzin hat Österreich aber nur 63,7% jener Menge bestellt, die möglich gewesen wäre. Das Gesundheitsministerium ging offensichtlich davon aus, dass die Lieferungen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht im ersten Halbjahr erfolgen. Es lag außerhalb meiner Vorstellungskraft, dass man so weit daneben liegen kann, weshalb ich hier vor zwei Monaten die Frage stellte, wieso die Angaben auf der Webseite des Gesundheitsministeriums falsch sind. Gut, könnte man einwenden, man hat halt vergessen, die Webseite mit einem notwendigen Update zu versehen. Jetzt merken wir, es gibt kein Update, das ist schlicht der Stand der Dinge, seit vielen Monaten.

Im „Sommer“ habe man es ja noch nicht wissen können, wird gesagt. Der Vertrag von Janssen mit der EU wurde aber erst am 7. Oktober abgeschlossen. Florian Krammer’s berühmter Review in Nature zu SARS-CoV-2 vaccines in development erschien bereits am 23. September. Es ist ein „Highly Cited Paper“, das sind Publikationen, die aufgrund der Anzahl der Zitierungen im jeweiligen Fachgebiet und Publikationsjahr im „Web of Science“ zu den obersten 1% gehören, gleichzeitig ein „Hot Paper“, weil dies in relativ kurzer Zeit geschah. In dieser eindrucksvollen Übersichtsarbeit werden Ergebnisse aus den frühen Studien vorgestellt, beim Impfstoff von Janssen im Vergleich mit anderen Impfstoffen ebenso erfolgreiche Studien bei Rhesusaffen, aber noch keine beim Menschen. Andererseits wies Florian Krammer darauf hin, dass Janssen erhebliche Erfahrung mit dieser Art von Impfstoff hat, weil Janssen wenige Wochen zuvor die EU-Zulassung für einen, auf demselben Prinzip basierenden, Ebola Impfstoff erhielt. Man kann daraus also indirekt schließen, dass die österreichischen Impfstoffverhandler sich nicht um Fakten zum Impfstoff von Janssen scherten.

Die österreichische Regierung müsste sich erklären, warum sie von diesem Impfstoff nur 63,7% von den anteilsmäßigen 100% bestellt hat. Und das, obwohl dieser Impfstoff sich noch besser als alle anderen eignete, in Hausarzt-Praxen verabreicht zu werden (5 Dosen statt 10 pro Ampulle) und er sich als geradezu ideal für schwerer zu erreichende Bevölkerungsgruppen erweisen könnte, weil eine einmalige Dosis ausreicht. Wie anders als „strunzdumm“ und „in wirtschaftlichen Belangen völlig ahnungslos“ kann man dieses Verhalten nennen? Vorschläge willkommen.

Sie meinen, es ist insgesamt genug Impfstoff bestellt worden, sodass es kein Problem sein kann, bei den betriebswirtschaftlich „teuren“, aber makroökonomisch billigen Impfstoffen ein wenig kürzer zu treten? Ich jedenfalls hätte versucht, bei der Besprechung der Grippe-Impfstoffe am 25. Oktober und bei der Einführung zu den Covid-Impfstoffen auf systemimmanente Probleme bei der Produktion von Impfstoffen hinzuweisen. Erst das kleine 1×1 der Herstellung von Impfstoffen verstehen, die auch Profit abwerfen sollen. Oder etwa nicht?

25. Oktober: „Angenommen 20% der Bevölkerung möchten sich heuer gegen Grippe impfen lassen (dzt. sind es weniger als 10%) – dann ist es nach den herkömmlichen Regeln schlicht nicht vorstellbar, dass eine solche Steigerung des Bedarfs gedeckt werden könnte. Die Produktion der Grippeimpfstoffe ist technisch aufwändig und es gibt unzureichend Produktionsstätten. UNICEF beschreibt das diplomatisch: „manufacturers’ flexibility is considered low“.“ 

28. Dezember: „Das Herstellen von Impfstoffen ist aus Sicht der Kommerzialisierung ein hohes Risiko, und in der Produktion ist es schier unmöglich, immer alles richtig zu machen. Deshalb verwiesen kundige und durchaus optimistische Experten darauf, dass mit Verspätungen und Nicht-Einhalten von vereinbarten Lieferungen zu rechnen sei“.

Erst vor wenigen Tagen wurden zwei neue Produktionsstandorte für Impfstoffe von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) genehmigt, berichtete der Standard. „Einer davon ist das Werk im deutschen Marburg, das eines der größten für die Herstellung der mRNA ist und den Impfstoff für Biontech und Pfizer herstellt. Für den britisch-schwedischen Impfstoff von Astra Zeneca produziert das jüngst zugelassene Werk des Unternehmens Halix im niederländischen Leiden“. Das ist eine sehr eigenwillige Darstellung, weil das Werk in Marburg in Rekordtempo neu errichtet wurde, während das Werk in Halix schon lange den AstraZeneca Impfstoff für Großbritannien produzierte und Teil der Auseinandersetzung zwischen EU und Großbritannien war.

AstraZeneca hat eingelenkt und für die Zulassung dieses Produktionsortes für die EU angesucht! Die EMA kontrolliert und prüft vor Zulassung die Produktionsstätten, nicht aber die Abfüllanlagen (das geschieht indirekt über die Prüfung der Produkte). Großbritannien behauptete, das Werk mit ihren Geldern unterstützt zu haben, während das Management von Halix das bestritt. Der Hersteller von Sputnik V hingegen muss vor einer Zulassung durch die EMA die Produktionsstätten in Russland inspizieren lassen, oder die Produktion in EU Staaten verlegen lassen. Ob Armin Thurnher diese Wirrungen des Kapitalismus versteht? Ich verstehe sie jedenfalls nicht. Auch nicht, was gerade in den USA passierte, wo Emergent BioSolutions Covid Impfstoffe für Janssen und AstraZeneca fertigt und jetzt 15 Millionen Impfdosen unbrauchbar wurden. Janssen übernimmt dafür die Verantwortung, aber AstraZeneca muss einen neuen Produktionsort suchen.

Glasklar jedoch ist, dass das Gesundheitsministerium ganz offensichtlich Impfstoffexpertise ausgeschlagen hat. Und dass Bundeskanzler Sebastian Kurz versucht hat, die EU zum Sündenbock für österreichische Fehler bei der Impfstoffbeschaffung zu machen. Und Solidarität fordert, die er selbst nie zeigt. Wo soll man da anfangen?« R. Z.

Distance, hands, masks, be considerate!

Ihr Armin Thurnher

@arminthurnher

thurnher@falter.at


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