Post an den Kolumnisten: Seuchenbriefe, VI

Seuchenkolumne. Nachrichten aus der Selbstisolation 98


ARMIN THURNHER

22.06.2020

Das Bild zeigt ein Werk meiner Frau Irena Rosc. Das eingestickte Motto bezieht sich natürlich weder auf die Zahl der an mich gerichteten Briefe noch auf das in ihnen meist ausgesprochene Lob! Ich danke Ihnen allen dafür. Und seien Sie so freundlich, abonnieren Sie diese Kolumne als Newsletter. 

A.T.

Foto © Irena Rosc

Die Seuchenkolumne hat mich hervorragend durch diese Krise geleitet und begleitet.
Sie heißt zwar Seuchenkolumne, und jeder verbindet sie mit Covid 19, für mich ist sie aber mehr ein Blick in der Seuche auf die „Seuchen“ in unserer Gesellschaft.
1. Bitte führen Sie diese Kolumne weiter, egal ob täglich oder wöchentlich (vielleicht nicht am Dienstag oder Mi ttwoch, da sind wir mit dem neuen Falter gefordert und beschäftigt. Was wäre mit Samstag als eine andere Art eines Wortes zum Sonntag?)
2. Es würde sich eine Herausgabe als Büchlein anbieten, wie Seinesgleichen, so als Gedanken aus der Seuche?
Als Österreicher, der jetzt seine Pension in Berlin verbringt (meine Frau ist Berlinerin) ist der Falter, der Maily, der Podcast eine hervorragende Möglichkeit mit Österreich verbunden zu sein und zugleich einen Vergleich mit der Situation in Deutschland und Berlin ziehen zu können.

Georg Kronberger, Berlin

Ihr täglicher Bericht aus ihrem selbstgewählten Exil ist nach wie vor Pflichtlektüre für meine liebe Frau und mich. Kein einziger wurde ausgelassen. Diese, Ihre Sichtweise zu all den Dingen die zur Zeit geschehen zu lesen ist ein so perfekter Kontrast zu dem vielen „Medienmüll“, dem man momentan ausgesetzt ist. Eine wahre Wohltat!
Nebenbei die liebevollen Details ihrer Naturbeobachtungen – einfach großartig!
In diesen Tagen scheidet sich so viel Spreu vom Weizen was die Berichterstattung betrifft. Die „Kleinformate “ werden ohnehin nicht einmal ignoriert, aber wie unabhängig und frei ist zum Beispiel noch der ORF?
Wie glaubhaft sind die Grünen (noch)?
Wir klammern uns hoffnungsvoll an Rettungsringe wie den Falter (das tägliche Maily ist großartig), auch der Standard zählt dazu. Beide beziehen wir natürlich im Abo, den Falter lesen wir schon seit 95)
Riesigen Dank an die Falterredakteure, allen voran den unverzichtbaren Florian Klenk!

Gregor Böhm, Wien

Soeben in der ZIB 2: Wie elegant Kurz die Schwurbelsprechkurve kratzt zum Thema Hilfsmaßnahmen! Kaum ein anderes Land habe so große Summen bereitgestellt wie Ö; dass sie bei den meisten Betroffenen nicht ankommen — who cares?
Nun, wir ‚Eingeweihten‘, wissen wie er tickt: kein Geschichtsbewusstsein, kein Demokratiebewusstsein, keine Ahnung von Wirtschaft; er kann hauptsächlich Macht, mit dem richtigen Händchen für exzellente Berater und für seine Zwecke großem Talent, zum Warmhalten der entsprechenden ‚Freunde‘
Traurig, dass sooo viele viele auf ihn hereinfallen!
Und nicht zuletzt: Danke, danke, danke für die Literatur aus Ihrer Feder!!!

Hermine Oberwalder, Wien

Vielen vielen Dank für diesen herrlichen Artikel! (Ich bitte euch, glaubt an diese Regierung, Anm.) Ich hoffe, dass dieser „Glaube an diese Regierung“ sich bald in einen „Abgang dieser Regierung“ ändert. Wobei ich mit den Grünen leider auch nicht immer zufrieden bin! Vor allem stört mich diese unsägliche Corona-Sonderzahlung für die Boulevardblätter!

Brigitte Bichler-Fuchs, Wien

Ich bin nur wenige Jahre jünger als sie. Wie sie leide ich unter der desaströsen Politik unserer Regierung. Die politischen Verhältnisse waren natürlich nie ideal, aber auch noch nie so trist wie unter der türkisen Showtruppe.
Ich bin begeisterter Falter Leser und Abonnent und möchte mich für ihre
pointierten Kommentare und für die Seuchenkolumne bedanken, die mir aus
der Seele sprechen. Als studierter Elektrotechniker war ich eher unpolitisch, was sicher auch an der weniger ausgeprägten verbalen Begabung liegt, wie sie für
viele Ingenieure typisch ist. Erst seit der Van der Bellen-Wahl habe ich
begonnen im Standard zu posten. In großer Dankbarkeit und Bewunderung,

Fritz Kreid, Wien

Ich gehe jetzt den Kater trösten“ –  mit dieser wunderbaren (Ab)Wendung vom unendlich widerwärtigen Thema Ihrer großartigen Abhandlung und Hinrichtung der Unperson Wolfgang Sobotka beendeten Sie die heutige Kolumne.
Ich möchte Ihnen für vieles danken, für Trost und Ermutigung, die der „Falter“ Woche für Woche in unsäglich verkommener Zeit unter das Licht der Leselampe bringt. Da wird der Tag meist aufgehellt, wenn durch die aktuellen Nachrichten nicht selten auch gleich wieder verdunkelt. Trotzdem Dank und Trost. Wie finster wär’s andersrum.
Aber danken auch – zurück zu Hannibal – für solche aus tief empfundener Verbundenheit mit Natur und Poesie plötzlich auffunkelnden Glanzlichter, die dem Text eine Wendung und unverwechselbares Kolorit verleihen.
Alle Ihre Bücher begleiten mich seit je und so soll es bleiben.
Auch aus Ihren Nachrichten aus der Selbstisolation wird und muss ein Buch werden, ein anderes, ein unendlich notwendiges Buch der Zeugenschaft, das lange nachwirken wird. 
Ich freue mich ungeduldig und ungebärdig auf dieses Buch. Zuvor aber noch auf hoffentlich viele Ihrer Grüße aus dem Waldviertel.

Johann Winkler, Wien

Ich habe gleich die Seuchenkolumne als Newsletter subskribiert. Jeden Tag – also fast jeden Tag – erheiternd, ernst auf den Punkt gebracht. Danke und links und rechts ein Busserl dafür. Keep distance, keep dancing  and don’t  forget to wash hands!

Sybille Romig, Wien

Jeden Tag bzw. in Abständen von ein paar Tagen tauche ich in Ihre Seuchenkolumne(n) ein, und gleichzeitig werde ich dem Falter Motto getreu „wieder raus geholt“! Der Hunderter naht, doch bitte machen Sie weiter, die Seuchen überlappen sich und keiner versteht es besser, sich dieser in derart stilvoller Weise anzunehmen. Außerdem ergeht hiermit die Bitte, das Geschriebene in Buchform aufzubereiten!

Leonhard Punzet, Wien

P.S. Ein neuer Kolumnenabschluss wäre mir in Bezug auf den Herrn mit der türkisen und auch wahlweise mit einer vermutlich aus partnerschaftlicher Verachtung tragenden grünen Brille sehr recht!!
Ich gehöre nämlich der Generation Leser (und auch an Lebensjahren) an, die die zwanzigjährige Tradition nicht mitverfolgen konnte!
SEHR GERNE würde ich in 20 Jahren sagen können, ich lese die Texte von Herrn Thurnher seit Anbeginn des Abschlusses von der Zerschlagung des Sobotkismus…

Ich finde es immer belustigend, wenn sich einer traut, gegen den Mainstream zu schwimmen (Servus-Chefredakteur Ferdinand Wegscheider, Anm.), wie dieser von linken Medien etc. mehr oder weniger niedergemacht wird. Da gilt auch Satire nicht, komisch. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich zähle mich auch zur linken Reichshälfte (pardon, darf man Reichshälfte überhaupt sagen?). Ich bin überzeugter Sozialdemokrat, war 38 Jahre auch als Arbeiterbetriebsrat in einem großen Automobilkonzern tätig. Aber mir geht das linke Gekeife über Andersdenkende gehörig auf die Nerven, da gilt die Satire nichts. Immer die, die Toleranz und freie Meinung einfordern, sind es selbst nicht!

Fritz Werner, Wien

Weiterhin: keep distance, wash hands, stay human!

Ihr Armin Thurnher

@arminthurnher

thurnher@falter.at


Zuletzt erschienen:

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Nr. 194 „Wer Charakter hat, hat kein Schicksal“. Zu Walter Benjamin (26.09.2020)
Nr. 193 Holz schlichten. Streit schlichten. Unter Schlichten. (25.09.2020)
Nr. 192 Was Twitter aus einem machen kann (24.09.2020)
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Nr. 189 100mal „Herr Sobotka, treten Sie zurück!“ (21.09.2020)
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Nr. 177 Der „Lockdown“ und seine Folgen für Patienten abseits von Covid-19 (09.09.2020)
Nr. 176 Wie privat ist „privat“ auf Twitter? ICH sage: eher nicht. (08.09.2020)


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