Post an den Kolumnisten: Seuchenbriefe, I

Seuchenkolumne. Nachrichten aus der Selbstisolation, 14


ARMIN THURNHER

30.03.2020

Am gleichen Tag zwei digitale Briefe, das schiene selbst mir leidenschaftlichen Kolumnisten zu viel. Deshalb gibt es, wenn ich wie heute ein Falter-Maily schreibe, eine Auswahl an Zuschriften, sozusagen die Leserbriefseite der Seuchenkolumne. Die Seuchenbriefe. 

Ich schätze ihre kritischen Artikel über Sebastian Kurz sehr. Unvergessen ist auch jener, vor ungefähr einem Jahr erschienene, wo sie die Welt aus der Sicht des Überfliegers schildern. Das war das Beste seit langem. 
Und nun die Betrachtungen aus der Isolation im Waldviertel – einfach großartig. Danke dafür. Besonders herzlich gelacht habe ich über die Geschichte von der Säge. Ich kann ihre Gedanken und Gefühle so nachvollziehen, weil ich seinerzeit selbst ähnliche Probleme bei der Installation einer Drehstrompumpe hatte. Man kann die Drehrichtung der Pumpe durch den Tausch zweier Pole ändern. Man muss es nur wissen! 
I try to keep cool and still wash my hands

Manfred Wewerka

Ich finde ihre Übersetzung von Auden’s „Fall of Rome“ sehr stimmig. Ich danke ihnen dafür! Die Seuchen-Columnen sind hervorragend!

Jörg Dobrovich

Ich weiß nicht, was Ihre Kolumne sein soll! Ein sau-dummer Kabarett-Beitrag, Ironie, Hilflosigkeit oder einfach Dummheit par excellence. Da tut endlich einmal wer was Hervorragendes für unser Land – unbeirrt von so vielem dummen Gerede – nämlich unser Herr Bundeskanzler. Und das einzige was all die Linken seit Wochen im Kopf haben:
–  totale Machtübernahme durch Herrn Kurz
– Staatsstreich
– totaler Überwachungsstaat
Alles nur denkbar Schlechte scheint Ihnen und allen Linken wichtiger zu sein als die Gesundheit unseres Volkes. Und zu all Ihren „perversen“ Gedanken, kann ich nur sagen: honi soit qui mal y pense. Glücklicher Weise haben wir KEINE linke Regierung, denn diese würde die Situation nicht so souverän meistern wie unser Herr Bundeskanzler und seine Regierung, und „honi soit …“ die Linken würden sich wohl nur damit beschäftigen, wie sie von dieser Situation profitieren könnten, um einen totalitären linken Staat zu schaffen. Denn sie tun es jetzt schon, indem Sie diesen blöden Wahnsinn unserem Herrn Bundeskanzler unterstellen.
SCHÄMT EUCH!

Dr. Gerhard Danninger

Und wenn es noch so kitschig klingt, Sie sind so eine Kerze im Fenster. Leuchten Sie, gegen die Schrecken des Eises und der Finsternis. 

Roswitha Horak 

Ich bin  jahrelange Abonnentin des Falters und würde mir Ihre Kolumne als Beilagenheft ähnlich wie „Best oft böse “ wünschen!!!! Und ein Exemplar gleich dann ins Wien Museum.  

Eveline Herda 

Großartig! Bitte weiter so. Ich freu mich jeden Tag Ihre Kolumne zu lesen.

Veronika Waitz

Zuerst möchte ich Ihnen für ihre großartige Kolumne danken. Es ist vor allem in Krisensituationen wichtig, auch kritische Stimmen zu haben, und es ist teilweise erschreckend, wie man nahezu angefeindet wird, wenn man sich kritisch äußert. Es ist erschreckend zu sehen, wie schnell alles nahezu gleichgeschaltet ist. Vor allem Ö3 ist in den letzten Tagen kaum noch auszuhalten. Bitte halten sie durch. Sie sind eine wichtige kritische Stimme des Landes.

Rainer Köcher

Mir gefiel die weitgehend populistisch-medienorientierte Politik (message control, etc.) von Kanzler Kurt auch nicht. Allerdings habe ich gegenwärtig den Eindruck, dass er die Coronakrise recht gut hin bekommt und sehr gut kommuniziert.
Deshalb war ich ein bisschen unzufrieden, weil mir der Falter (ich habe ihn seit über 10 Jahren abonniert) in Zeiten wie diesen“ etwas zu kritisch erschien. Mit ihren hervorragenden „10 Gedanken zum Krisenjournalismus“ haben sie diese Unzufriedenheit – weitgehend – reduziert. Ich danke Ihnen!

Franz Cermak

Morgen folgt die nächste reguläre Seuchenkolumne.
Keep cool, wash hands, stay human!

Ihr Armin Thurnher

 

@arminthurnher

thurnher@falter.at

 


Zuletzt erschienen:

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Nr. 195 Alles steuerte auf Beethoven zu. Eine Sonntagsgeschichte (27.09.2020)
Nr. 194 „Wer Charakter hat, hat kein Schicksal“. Zu Walter Benjamin (26.09.2020)
Nr. 193 Holz schlichten. Streit schlichten. Unter Schlichten. (25.09.2020)
Nr. 192 Was Twitter aus einem machen kann (24.09.2020)
Nr. 191 Wie ich 50 Jahre Profil erlebte. Szenen einer kritischen Freundschaft (23.09.2020)
Nr. 190 Ein oder zwei Meter? Abstand nehmen von falschen Dichotomisierungen! (22.09.2020)
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Nr. 188 Quellwolken voller Zweifel (20.09.2020)
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