FALTERs BEST OF VIENNA – Tipps

Ebi 1

Gehobener, aber dennoch recht locker geht es im Ebi 1 zu. Mittlerweile eine Kette, hat es das Ebi von Floridsdorf über das Wasser bis in die Teinfaltstraße geschafft. Breitbandsushi und Tepanlawine stehen hier am Programm. Besonderen Anreiz scheint für viele Besucher das Konzept zu schaffen: Auf jedem Tisch liegt ein Tablet bereit, mit dem die einzelnen Speisen (von der Portionierung her ähnlich Tapas) herbeigeordert werden können. Als Nebeneffekt wird die – zumindest während des Essens teilweise noch als Unart angesehene – Sucht nach Streich- und Wischgesten befriedigt. Das System funktioniert grundsätzlich gut, solange man nicht zu viel herumdrückt an dem Ding und damit alles durcheinanderbringt. Die Lieferdauer der Speisen verlängert sich im Laufe des Abends. Vor allem zu Beginn ist man verleitet, im Angesicht der Dutzende Speisen umfassenden Karte ordentlich zuzulangen, wodurch man wenige Minuten später mit haufenweise rohem Meeresgetier konfrontiert ist. An Sushi und Maki gibt es definitiv nichts auszusetzen – der Fisch ist frisch, die Auswahl enorm. Ein Wisch bringt einen auf die nächste Seite, wo die warmen Tepan-Gerichte zu finden sind. Auch hier eine überaus große Auswahl – Torpedogarnelen, Lachs- und Rindsteaks, Gyoza. Frittiert wird viel, die dominierende Sauce stammt eindeutig aus dem für alle Ewigkeit bestimmten Kübel, aus dem scheinbar alle japanischen und chinesischen Restaurants ihre Saucen beziehen. Nachspeisen sind vergleichsweise nur wenige verfügbar, probieren sollte man jedenfalls das Matcha Mousse. Als einziges Bier vom Fass wird unergründlicherweise Heineken ausgeschenkt. Weine gibt es rote und weiße (auch rosafarbene). Die erhältlichen Schnäpse sind aber wohl eher aromatisierter Abflussreiniger. Dauerbeschallt wird man von asiatischer Erotikmassagenmusik. So harmlos wie unnötig.
BEST OF VIENNA 2/2017 | ESSEN & TRINKEN

Adresse: Teinfaltstraße 9
1010 Wien

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Website: ebi-vienna.at
Öffnungszeiten: Täglich von 11 bis 22 Uhr

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