BEST OF VIENNA – Tipps

Frau Isa

Gumpendorfer Straße 91
1060 Wien

Web: www.frau-isa.com

BEST OF VIENNA 1/2012 (Style)
Design, das Wände hochgeht
Ausgefallen, dezent, edel oder verspielt? Best of Vienna zeigt, wie man seinen Wänden einen neuen “Anstrich” verpasst
Eine nackte Frau spreizt ihre Beine, darunter ein überdimensionaler Penis. “NO SADness” steht daneben geschrieben. Zwischen farbigen Ornamenten und weiblichen Körpern sieht man ein Paar beim Sex. Von Weitem dekorativ, aus der Nähe provokant. Nina Levetts Motive drehen sich um die Themen Sexualität und Frausein, umgeben von den unterschiedlichsten Mustern.
Die Wiener Tapetendesignerin zeichnet jeden Strich mit der Hand, trägt jede Farbe schichtweise auf. Jede ihrer Arbeiten ist ein Einzelstück. “Moveable Wallpapers” nennt sie ihre Tapeten-Paneele. Sie lassen sich leicht anbringen, wieder abnehmen oder neu anordnen. Seit 2005 beschäftigt sich Nina Levett mit dem Design von Tapeten. In zwei Jahren will sie diese zu erschwinglichen Preisen auf dem Markt anbieten.
Weniger pornografisch, aber dennoch gewagt sind die Arbeiten von Thomas Zeitlberger. Blumen und Pflanzen ranken sich um barocke Sitzmöbel und an den Wänden hoch. Luster, Ketten, ein Hahn. Geometrische Figuren und dreidimensionale Elemente durchbrechen die antiquiert anmutenden Bilder. Die Tapeten des Wiener Bildhauers ergeben erst in ihrer Verbindung ein Ganzes. Zeitlbergers “Handschrift” ist auf jeder seiner Tapeten zu erkennen, dennoch “steckt hinter jedem Raum immer auch eine Person”, sagt der Digital Art Designer.
Lieber Farbe als Tapete? Die Lieblingswandfarbe der Österreicher ist Weiß. Schlicht, elegant, praktisch. Aber definitiv unbunt. Wie wäre es mit der Wohnzimmerwand in Kaiserwasser? Den Vorraum vielleicht in Lipizzaner und die Küche in Schanigarten-Rot? Die Innenarchitekten Sabine Honisch und Andreas Raicher von der Galerie SO wollten nicht nur Farbe in Wohnungen und Häuser bringen, sondern überall ein kleines Stück der Stadt. Also kreierten sie die Farbpalette “Kollektion Wien”. Kräftig leuchtende oder zart pastellige Farben, die das “Lebensgefühl und den Charme” der Stadt einfangen sollten. Benannt nach Wahrzeichen, Speisen und Plätzen Wiens, gibt es bisher 55 verschiedene Wandfarben mit den klangvollen Namen im Sortiment.
Das etwas andere Wanddesign hat Nina Forster entworfen: fotorealistisch bedruckte Glaswände für Küche oder Bad. Eigentlich war Forster auf der Suche nach etwas Besonderem für ihre eigene Küche. Als sie nicht fündig wurde, designte sie ihre Küchenrückwand kurzerhand selbst und gründete ihre eigene Produktionsfirma PRINTart. Bis zu vier Meter lang können die Glasbilder gefertigt werden. Durch den Hinterglasdruck erhalten sie einen dreidimensionalen und edlen Effekt.
Für alle, die lieber ihr eigenes Ding machen und ihr Wanddesign selbst in die Hand nehmen wollen, gibt es zahlreiche preiswerte Möglichkeiten. Als Kind wollte fast jeder einmal selbst auf Wände malen, durfte in der Regel aber nicht. Mit Tafellack kann man sich diesen Kindheitswunsch erfüllen. Jede Ebene wird zur persönlichen Leinwand oder zum gigantischen Notizzettel. Den Lack einfach wie Wandfarbe auftragen, trocknen lassen und mit Kreide bemalen. Schwarz oder dunkelgrün, wie früher in der Schule, muss die Tafel aber nicht werden. Mit einer zusätzlichen Schicht Magnetfarbe lassen sich Fotos, Postkarten oder Poster ganz ohne Nägel oder Pins befestigen. Ob designt oder selbst gemacht – weiße Wände sind jedenfalls von gestern.

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