BEST OF VIENNA – Tipps

Sagya

Liechtensteinstraße 130a
1090 Wien

Telefon: 310 90 99
Web: www.sagya.co.at
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-1 Uhr, Sa-So 17-1 Uhr

BEST OF VIENNA 1/2011 (Essen & Trinken)
Pflanzenkost hat in Afrika eine lange Tradition. In Wien bietet das Restaurant Sagya eine kulinarische Reise durch den Kontinent
„Völkerverständigung geht durch den Magen“, sagt Ibrahim Hakim Ali. Im Chill-out-Room seines Restaurants Sagya im 9. Bezirk liegt er auf arabischen Buffs und raucht eine Shisha. „Das gemütliche Ambiente sorgt für das Zusammenfinden von Menschen und für offenen Gesprächsaustausch verschiedener Kulturkreise“, ist er überzeugt. Aufgewachsen ist Hakim Ali an den Ufern des Nils im nördlichen Sudan, mit mehr als 2,5 Millionen Quadratkilometern einer der größten Staaten Afrikas. Wie viele Afrikaner besitzt er keine Geburtsurkunde. Gefragt nach seinem Alter, nimmt er deshalb die „goldene Mitte“, also um die 50.
Hakim Alis berufliche Laufbahn in Wien begann 1989 im Votivkino. Hier betreute er das sonntägliche Filmfrühstück. Sechs Jahre später gründete er in einer ehemaligen Wäscherei das erste afrikanische Restaurant der Stadt: das Sagya. Afro-kubanische und afro-brasilianische Rhythmen untermalen das rustikale Flair des Restaurants. Die Speisekarte gleicht einer kulinarischen Landkarte. Beim Blick in die Küche kann man den Chef persönlich kochen sehen. Unterstützt wird er dabei von Köchen und Köchinnen aus Simbabwe, Äthiopien, dem Sudan und Marokko. Neben traditionell afrikanischen Fleischgerichten landen im Sagya auch viele exotische Pflanzen im Kochtopf. Denn Pflanzenkost hat in Afrika eine lange Tradition.
In Ägypten und Marokko zum Beispiel sind maghrebinische Rezepte wie Falafel mit Tahinsauce oder ein orientalischer Gemüseeintopf mit Couscous von den Speisekarten nicht mehr wegzudenken. Okra, Foufou (gekochtes Maismehl), Yamswurzeln, Cassava (Tropenpflanzen), Ogbono (Mangokerne) und Egusi (Bittermelonen) sind weitere beliebte Köstlichkeiten. Reis oder Kochbananen mit Kokosmilch und Curry finden hingegen vorwiegend in Kenia und Tansania Verbreitung
Im Sagya wird zum Auftakt etwa eine Linsensuppe mit viel Kreuzkümmel und Koriander serviert. Es folgt eine kulinarische Reise durch den afrikanischen Kontinent, bei der es um mehr geht als um das Sättigungsgefühl. Das weiß auch Chefkoch Ibrahim Hakim: „Es geht um den kulinarischen Austausch.“

 auf Google Maps anzeigen

<< zurück zur Liste


ANZEIGE