BEST OF VIENNA – Tipps

Schesch Besch

Schwarzenbergstraße 4
1010 Wien

Telefon: 512 84 44
Web: www.scheschbesch.at
Öffnungszeiten: So-Mi 7.30-24 Uhr, Do-Sa 7.30-2 Uhr

BEST OF VIENNA 2/2010 (Essen & Trinken)
Im arabischen Raum wird die Schischa zum Essen geraucht. Hier wird sie eher in der Gemeinschaft zu einer Tasse Kaffee oder Tee konsumiert“, sagt Gila Jakobi, die Besitzerin des Schesch Besch im ersten Bezirk. Sie selbst ist aus Aserbaidschan nach Österreich gekommen und hat sich mit ihrem Restaurant selbstständig gemacht. Warum gerade im ersten Bezirk? „Ich wollte ein möglichst internationales und offenes Publikum erreichen“, erzählt sie. „Und ich habe bereits ein Lokal im Ersten und verbinde damit nur gute Erfahrungen.“ Das Schesch Besch gibt es erst seit 2009 und es ist bereits jetzt ein bekannter Treffpunkt für Schischa-Liebhaber. Das Restaurant ist nach dem berühmten Backgammon-Spiel benannt, das auf Hebräisch „Schesch Besch“ heißt. Wer will, kann sich direkt im Lokal auf eine Runde Backgammon verabreden oder einfach seinen Nana-Tee trinken und die Multi-Kulti-Atmosphäre genießen. Jakobi: „Es geht nämlich vor allem darum, die verschiedensten Kulturkreise zusammenzubringen. Manchmal auch spielerisch.“ Ursprünglich kommt das Wort Schischa aus dem persischen „schische“ und bedeutet „Glas“. Die heutige Form der Schischa entstand im Ägypten des 16. Jahrhunderts. Die erste Wasserpfeife wird aber in Indien vermutet. Sie wurde aus Kokosnuss und Bambusstock hergestellt. Der besondere Genuss beim Schischa-Rauchen entsteht vor allem dadurch, dass der Tabak durch das Saugen am Mundstück nicht direkt verbrannt, sondern eher ausgedünstet wird. Zu den verschiedenen Aromen gibt es auch die Möglichkeit, eine Schischa mit Milch oder mit Wein statt mit Wasser zu rauchen. „Mit Milch wird der Rauch etwas abgeschwächt und dadurch weicher, und mit Wein erreicht man den gegenteiligen Effekt, das Aroma wird also intensiviert“, erklärt Jakobi. In vielen arabischen Ländern ist das gemeinsame Schischa-Rauchen zum fixen Bestandteil der Kultur geworden. Mittlerweile gilt die Schischa auch bei uns als Alternative zum Zigarettenrauchen und die Zeiten, wo Schischas noch etwas Exotisches waren, sind auch vorbei. Das Vordergründige beim Schischa-Rauchen ist das Gemeinschaftsgefühl. Heute prägen Schischa-Cafés längst das Wiener Stadtbild. Unter den zahlreichen Schischa-Lokalen gibt es wahre Glückstreffer, wo man als Gast entspannen und sich dieser besonderen Atmosphäre des Orients hingeben kann.

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